Beratungsstelle holt sich Partner ins neue Domizil

Anfang 2020 will die Verbraucherzentrale Sachsen in Auerbach neue Räume beziehen. Das künftige Kompetenz- zentrum wird das erste im Freistaat. Der entsandte deshalb am Mittwoch sogar eine Ministerin zur Baustellenbesichtigung.

Auerbach.

Aus "Am Graben 12" wird "Plauensche Straße 7", doch die neue Adresse der Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) in Auerbach ist gleich um die Ecke: Wo früher die Industrie- und Handelskammer eine Außenstelle hatte, sollen ab Januar Ratsuchende aus Auerbach und Umgebung kompetent beraten werden - bei besseren Bedingungen für die Kunden und das Team um Beratungsstellenleiterin Heike Teubner.

Die Beratungsstelle soll zum Kompetenzzentrum aufgebaut werden, kündigte Andreas Eichhorst, Vorstand der Verbraucherzentrale Sachsen, bei der Baustellenbegehung am Mittwochnachmittag an. "Das heißt konkret mehr Platz für Mitarbeiter und Besucher, moderne Büros und Beratungsräume - alles barrierefrei erreichbar, sowie Partner, die die Räumlichkeiten ebenfalls nutzen werden", führte Eichhorst aus. Bislang sind die Opferhilfsorganisation Weißer Ring, der Mieterverein und die IG Metall mit im Boot. Für weitere Kooperationen sei man offen, hieß es.


Aktuell ist das künftige Kompetenzzentrum noch eine Baustelle, Wasserschäden hatten dazu gezwungen, den eigentlich für Spätsommer oder Herbst geplanten Eröffnungstermin auf Januar 2020 zu verschieben. Für die Modernisierung fließen rund 85.000 Euro nach Auerbach - Geld vom Freistaat, "das in den Verbraucherschutz im Vogtlandkreis gut angelegt ist", wie Eichhorst betonte.

"Wir wollen, dass die Angebote der Verbraucherzentrale im ländlichen Raum für alle zur Verfügung stehen, die in Fragen der privaten Lebensführung Information und Beratung benötigen", begründete Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) die Unterstützung des Landes. Unter dem Dach eines Kompetenzzentrums die Angebote weiterer Partner zu bündeln, das sei der richtige Weg. "Auerbach hat das Zeug zum Modellstandort", so die auch für den Verbraucherschutz zuständige Fachministerin.

Angeschoben wurde das Projekt bereits vor drei Jahren. Die Idee für attraktivere Beratungsstellen im ländlichen Raum wurde bei einem Termin in Auerbach geboren, als sich VZS-Vorstand Eichhorst und der CDU-Landtagsabgeordnete Sören Voigt kennenlernten. Hinzu kam, dass der Weiße Ring in der Region wieder Strukturen aufbauen wollte - ohne deshalb gleich ein eigenes Büro aufzuziehen.

Wenn die Verbraucherberater ins neue Domizil umgezogen sind, sei auch der Ausbau des Beratungsangebotes denkbar, deutete Christina Siebenhüner von der VZS-Zentrale an. Immerhin sei Auerbach unter den vergleichbaren Beratungsstellen die mit den meisten Kontakten pro Jahr. 14.800 Bürger fragten 2018 in Auerbach um Rat in Finanz-, Rechts-, Energie- oder Ernährungsfragen. Das Kompetenzzentrum mit seinem erfahrenen Team werde auch eine wachsende Nachfrage bewältigen, wurde als Erwartung formuliert.

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