Dr Preisboxer

De Meta is e Mineralwasser-Fan. Jedn Tog e Flasch miet 1,5 Liter dinne brängt se scho nei. Ober kaans miet viel "Spruz". Se will s "ohne" habn, des bekimmt ne Mogn besser. Annere Leit habn kaa Lust, egoal Flaschn ham ze schlaapfn, die nemme en Siphon, also e "Getränkegefäß, bei dem die Flüssigkeit durch Kohlensäure herausgedrückt wird". Wie de Meta nuch gung woar, hatt iehr Familie aah sue e Ding. Des is miet tschechische Patrone in Gang gebracht wuern. Fünf Stück sei dinne jedn Päckl gewesn. De leern kunnt mr noochert über dr Grenz wieder gegn neie tauschn. Des woar jeds Mol e Aufriss! An en Sunntig hatt de Familie dinne iehrn Schrebergartn Besuch. De Grueßeltern und de Eltern vor dr Meta woarn dort - und de fünfköpfete Familie. Also woar miet aamol Siphon-Oawerfn nischt gemacht. Fünf Patrone musstn schon droa glaabn. Dr Moa hot ne Siphon voll Wasser gemacht und de erschte Patrone naufgeschraubt. Alles hot nauf den Behälter geguckt und zugehärt, wie siech de die Sach entwickelt hot. Miet aamol is der Siphon egoal dicker wuern. Des Metall is ausenannergange, de Farb is nooch alle Seitn ogeblättert und fortgesprunge. Iehr hätt emol seh selln, in wos fr en Affengallopp alles aufgesprunge is und hot de Flucht drgriffn... Hinterher habn siech alle ball halbtuet gelacht über den Oablick vor den verformtn Behälter. Wie sue e Preisboxer stand r aufn Tisch. Ober r hatt ausgehaltn, ass dr Moa viel ze viel Wasser neigeschütt hot. Nuch viele Goahr hot r san Dienst getoa. (rmö)

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.