Junge Artisten laufen sich langsam warm

Für die beiden Rodewischer Schulzirkusse ist während der Ferien Pause. Mit einer Ausnahme: Beim "FarbenSommer" wollen sie in Hochform sein.

Rodewisch.

Sommer, Sonne, Freizeit. Darauf hat sich auch der Schulzirkus "Pfeffer Roni" vom Johann-Heinrich-Pestalozzi-Gymnasium Rodewischer lange gefreut. Und trotzdem: Wer nicht gerade anderswo Urlaub macht, hat die fünfte Ferienwoche dick im Kalender markiert. Zum "FarbenSommer" öffnet die Manege wieder. Dann allerdings im Rodewischer Café Ars Vitae: Vom 3. bis 10. August zeigen Fünft- bis Achtklässler, was sie nebenher lernen und perfektionieren.

Die Pesta-Artisten werden sich freilich nicht allein in der Manege präsentieren. Auch der "Mitmachzirkus" von der Schiller-Grundschule schickt eine Abordnung. Sämtliche Fäden laufen bei Angela Heinzmann Berger zusammen. Sie leitet beide Arbeitsgemeinschaften unter dem Dach ihres Rodewischer Zirkus "Himmelblau" und organisiert den "FarbenSommer" zum mittlerweile 14. Mal. Auf der großen Bühne stehen dann insgesamt an die 50 Kinder. Denn auch anderswo im Vogtland macht Heinzmann Berger in Workshops aus jungen, talentierten Menschen passionierte Freizeit-Artisten.


Beim "FarbenSommer" bekommen die Akteure nicht nur Gelegenheit, Erfahrung vor Publikum zu sammeln. "Hier können sie eine Woche lang dranbleiben und nicht nur anderthalb Stunden pro Woche", sagt die Zirkusdirektorin. Ein solches Intensiv-Training macht offensichtlich insbesondere für Anfänger einen gewaltigen Unterschied. "In dieser Woche schaffen es Einradfahrer, das Rad zu beherrschen."

Wie üblich können sich Gäste selbst als Artisten versuchen. Im Programm steht auch ein Zirkus-Workshop. Angela Heinzmann Berger ist überzeugt, dass in jedem Menschen ein Artist stecken kann. "Zirkus ist so vielfältig", sagt sie. "Da gibt es viele Möglichkeiten, sich zu entfalten." Bei Kindern seien Stelzen- und Kugellaufen, Jonglage und Einradfahren besonders beliebt. Das lässt sich ihrer Erfahrung zufolge auch am einfachsten in Workshops und Arbeitsgemeinschaften üben. Anders sieht es bei Clownerie und Akrobatik aus. Dafür seien große Gruppen und kurze Trainingszeiten eher ungeeignet. "Man muss sich immer an speziellen Wochenenden treffen."

Zehn Rodewischer Gymnasiasten sind unter die Artisten gegangen und acht Schiller-Grundschüler. Wer keine der beiden Einrichtungen besucht, kann trotzdem mitmachen. "Am Gymnasium haben wir ein offenes Training, da sind auch immer wieder Leute von außerhalb dabei", erzählt Angela Heinzmann Berger. Manche Ehemalige sieht die Rodewischerin später mehr oder weniger oft wieder: "Obwohl sie keine Schüler mehr sind, kommen sie bei Veranstaltungen und an Wochenenden als Helfer dazu."

www.zirkus-himmelblau.de

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