Junge Darsteller lassen das wilde Berlin der 1950er Jahre aufleben

Im Rodewischer Gymnasium geht die Premiere der diesjährigen Aufführung der Theater AG über die Bühne. Zu sehen ist ein Boulevardstück mit viel Situationskomik.

Rodewisch.

Ein dreiviertel Jahr haben sich die 13 Mitglieder der Theater AG des Rodewischer Pestalozzi-Gymnasiums auf das vorbereitet, was am Abend des gestrigen Mittwochs in der Aula der Schule über die Bühne gegangen ist: Die Premiere ihres Stücks "Pension Schöller".

Die insgesamt drei Aufführungen sind für die jungen Darsteller der Höhepunkt des Jahres. Die Leiterin der Arbeitsgemeinschaft, Edelroth Schwager, saß bei der Generalprobe am Montag in der ersten Reihe und verfolgte jedes Wort, jede Szene ihrer Schützlinge. Mit mehr als 20 Jahren Schultheater-Erfahrung weiß die Pädagogin, dass die Darsteller von Mal zu mal besser werden. "Nach der dritten Aufführung könnten wir mit unserem Stück wahrscheinlich auch auf Tournee gehen", sagt sie.


Das typische Boulevardtheaterstück mit vielen Aufzügen und allerhand Situationskomik aus dem Jahr 1890 haben die Schüler selbst ausgewählt. "Das ist ein Stück, das über die Jahrzehnte immer mal wieder eine Modernisierung erfahren hat. Wir haben uns für eine Variante aus dem Jahr 1959 entschieden", berichtet Schwager. Ursprünglich stammte es von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs.

Die Schüler wählen nicht nur das Stück selbst aus, sie entscheiden auch weitgehend selbstständig über die Rollenverteilung. Bei einer Rollenvergabe-Konferenz sind die Würfel gefallen. Um sich ein paar Tage nur dem Theaterprojekt widmen zu können, gehörte ein Theater-Lager zum Jahresprogramm. Eine Zweitbesetzung gibt es beim Schultheater nicht. Den Satz: "Ihr dürft alles, aber nicht ausfallen", gab die AG-Leiterin ihren Schützlingen deshalb immer mit auf den Weg.

Das legendäre Stück "Pension Schöller" wurde bereits unzählige Male in verschiedenen Adaptionen aufgeführt - angepasst an den jeweiligen Zeitgeist. Alles dreht sich um drei Hauptpersonen, den Junggesellen Philipp Klapproth (Alina Badstübner) und die beiden Teenager Franziska (Katharina Nikolaew) und Friederike (Nadja Beck). Sie wollen im Berlin der 1950 Jahre wilde Abenteuer erleben.

Alle drei Aufführungen sind öffentlich. Karten gibt es während des Schulbetriebs im Sekretariat oder an der Abendkasse zum Preis von zwei Euro. Die Einnahmen fließen in die Schulkasse und kommen der Finanzierung der Ganztagsangebote des Pestalozzi-Gymnasiums zu gute. "Einen Teil übergeben wir dem Förderverein der Schule", nennt Schwager eine weitere Verwendung der Eintrittsgelder.

Service Die weiteren Aufführungen der "Pension Schöller" finden am Freitag, 9.30 Uhr und am Dienstag, 19 Uhr in der Aula des Gymnasiums statt.

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