Kein Platz für Fußweg beim Umbau der A-72-Querung

Nach Ortstermin soll Planung wie vorgestellt ab August umgesetzt werden

Treuen.

Gerhard Jacobi ist enttäuscht und klingt resigniert. "Der Drops ist gelutscht", sagt der Freie-Wähler-Kommunalpolitiker aus dem Treuener Ortsteil Pfaffengrün. Denn nach einem Ortstermin zur Umgestaltung der A-72-Anschlussstelle Treuen werden die Pläne des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) wohl wie geplant umgesetzt. Und das heißt: ohne einen Weg für Fußgänger und Radfahrer zwischen Kreisverkehr Goldene Höhe und Industriegebiet, wie der in Treuen seit Jahren gefordert wird.

Gerhard Jacobi hatte nach der Vorstellung der Umbaupläne für die Anschlussstelle, die mit Ampelanlage und erweiterten Spuren vor allem dem Autoverkehr an dem Unfallschwerpunkt Rechnung zollt, noch einen letzten Vorstoß bei der Lasuv-Außenstelle in Plauen unternommen. Sein Vorschlag, den er in seiner Petition unterbreitete: Einseitig den Randstreifen verbreitern, damit er von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann sowie die geplante Lichtsignalanlage an den Autobahn-Zufahrten um Ampeln für Fußgänger erweitern.

Anfang Mai gab es auf Jacobis Petition hin einen Ortstermin mit Lasuv-Vertretern. "Da wurde alles begutachtet und aufgenommen. Ich glaubte Anzeichen dafür zu erkennen, dass eine provisorische Lösung möglich sei", so der Pfaffengrüner. Wenig später dann kam die die schriftliche Ablehnung. Seine Vorschläge seien nicht umsetzbar, es bleibe bei der Mitte März beim Jahrestreffen der Bürgerinitiative "Radnetz Treba" und danach im Landboten vorgestellten Planung zum Ausbau der Anschlussstelle Treuen.

Die Bauarbeiten sollen von Ende August bis Anfang November unter Teil- und Vollsperrung der Staatsstraße 299 erfolgen. Geplant sind der Einbau einer Ampelanlage, die Erneuerung der Fahrbahndecke zwischen Kreisel und Gewerbering sowie kleinere Anpassungen wie das Verbreitern der Rampen zur Autobahn. Fußgänger und Radler gehen leer aus.

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