Lange Kandidatensuche trägt Früchte

In Oberlauterbach regiert zum ersten Mal eine Frau. Silke Schneider wurde an die Spitze des Ortschaftsrates gewählt.

Oberlauterbach.

Kurz vor dem Jahreswechsel ist die Wahl eines neuen Ortsvorstehers in Oberlauterbach doch noch geglückt. Nach langer Suche hatte sich Silke Schneider für eine Kandidatur bereit erklärt. Bei der Ortschaftsratssitzung am Dienstag trat sie das neue Ehrenamt an. Ein Sprung ins kalte Wasser ist es für sie nicht. Seit zwei Legislaturperioden gehört Silke Schneider dem Ortschaftsrat an.

Fünf Jahre hatte Steve Pfaff die Geschicke von Oberlauterbach geleitet. Er kandidierte aus persönlichen Gründen nicht wieder, willigte aber ein, sich als Vize-Ortvorsteher zur Verfügung zu stellen. Hinter den beiden steht ein Rat mit teilweise verändertem Gesicht. Neben Silke Schneider und Steve Pfaff sitzen in den kommenden fünf Jahren Thomas Müller, Lutz Oettel und Ronny Kadelke am Tisch. Stefan Lipfert schied als langjähriges Ortschaftsratsmitglied aus. Auch auf eine Ersatzperson müssen die Bürgervertreter verzichten. Jens Strobel begründete seine Ablehnung eines erneuten kommunalpolitischen Ehrenamtes mit beruflichen Zwängen.

"Es ist sehr hoch einzuschätzen, dass sich überhaupt noch jemand findet, der sich im Ehrenamt für andere einsetzt", sagte Falkensteins Bürgermeister Marco Siegemund (CDU) nach der Wahl. Ende August war die Kandidatensuche im Amtsblatt bekannt gegeben worden. Ohne Erfolg. "Es hätte uns gefreut, wenn eine Bewerbung aus Oberlauterbach eingegangen wäre", sagte Siegemund. Also sah sich der Ortschaftsrat gezwungen, in den eigenen Reihen zu suchen.

Als erste große Herausforderung steht Silke Schneider und ihrem Rat die Dorfplatzgestaltung ins Haus. Auf dem 2360 Quadratmeter großen Areal an der Kreuzung Hauptstraße/Reumtengrüner Straße stand bis Ende 2016 der baufällige Gasthof Zum Goldenen Hirschen. Geplant ist, aus der beräumten Grünfläche einen Ruhe- und Veranstaltungsort für alle Generationen zu machen. Das sollte schon dieses Jahr passieren, kostet aber etwa 146.000 Euro. Vor einem knappen Jahr hatte die Stadt einen Antrag gestellt, um bei Fördergeldern aus dem Landesprogramm "Vitale Dorfkerne" Berücksichtigung zu finden. Gelungen sei es nicht, informierte Bürgermeister Marco Siegemund. "Dieses Jahr sind wir rausgeflogen, weil wir ein knappes Budget hatten." Folglich musste das Vorhaben ein Jahr zurückgestellt werden.

Jetzt startete die Falkensteiner Stadtverwaltung einen neuen Anlauf. Diesmal will man versuchen, mit Hilfe von Leader-Fördergeld bauen zu können. Ein entsprechender Antrag sei rechtzeitig gestellt worden, versicherte der Bürgermeister. Die Entscheidung, welche Projekte letztendlich bewilligt werden, liege jedoch beim Landratsamt Vogtlandkreis. "Es wäre schön, wenn wir im Winter noch ausschreiben und vielleicht sogar anfangen könnten", so Siegemund.

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