Liedermacher aus Grünbach setzt auf Emotionen

Leander Gronem steckt mitten in seinem bisher größten Projekt: Mit Akustik-Pop sammelt der vogtländische Liedermacher Spenden für den Regenwald. Im Advent gastiert er wieder zu Hause.

Grünbach.

Drei Hunderter hat Leander Gronem eingespielt und eingesungen. Zumindest bis jetzt. Am 6.November startete der Grünbacher Liedermacher eine "Zukunftsmusik"-Tour. Dabei war er auch in Chemnitz und Bamberg. Was er und befreundete Künstler sammeln, wird für den Regenwald gespendet. Es ist sein bislang größtes Projekt als Musiker. 1000 Euro heißt das Ziel. Und der Vogtländer ist optimistisch: "Ich denke, es kommt auf jeden Fall etwas vierstelliges raus."

Leander Gronem ordnet seine Musik unter Akustik-Pop ein. Alles, was der 19-Jährige seinem Publikum serviert, ist selbstgemacht. "Momentan kann ich eine Stunde füllen", beschreibt er den Umfang seines Repertoires. Mit gesellschaftskritischen Inhalten hat der Vogtländer eigenen Worten zufolge nichts am Hut. "Meine Lieder haben eher einfache Themen. Es geht mir nicht darum, was ich sage, sondern wie ich es sage." Er will Emotionen transportieren und legt den Schwerpunkt dabei auf die Melodie. Weil er mit der Gitarre groß geworden ist, erklärt Gronem. Die spielt er seit dem vierten Lebensjahr. Als Sänger machte der gestandene Künstler zwei Jahre später von sich reden. Damals noch zu Hause und als Grundschüler.

Heute kann sich Leander Gronem vor Aufträgen aus dem gesamten ostdeutschen Raum kaum retten. Zwei bis drei sind es pro Woche. "Es waren aber auch schon mal 14 in einem Monat", erzählt er. Mehr Zeit kann der Liedermacher nicht investieren. Denn er studiert auch noch. Vergangenes Jahr war es Songwriting in London, jetzt hat er auf Betriebswirtschaft umgesattelt und pendelt zwischen Grünbach und Halle. Ein richtiger Beruf sei ihm wichtig, sagt Gronem. Außerdem habe es ihn zurück in die Heimat gezogen. Obendrein änderte sich einiges an seiner Musik. "Ich habe angefangen, deutsche Lieder zu schreiben", sagt er. Davon wird auch sein erstes kleines Album geprägt sein. Mindestens fünf Lieder will er darauf versammeln und sich nächstes Jahr verstärkt der Produktion zuwenden. Den entwickelten Musikstil möchte er vorerst beibehalten, sich dabei weiter ausprobieren. Und dann weitersehen.

Demnächst gibt es Leander Gronem wieder im Doppelpack - mit seinem musikalischen Wegbegleiter Christian Nestler. Als "Leander und der Andere" haben die beiden Grünbacher "Ein Adventskonzert" in der Auerbacher Göltzschtalgalerie Nicolaikirche geplant. Seit März machen sie gemeinsame Sache und eroberten innerhalb kurzer Zeit Konzerträume unter anderem in Chemnitz, Leipzig, Dresden und Potsdam.

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