Muldenhammer stundet Unternehmen Steuern

Bürgermeister sieht noch keine Probleme für Gemeinde

Muldenhammer.

Rund 26.500 Euro stundet die Gemeinde Muldenhammer acht Unternehmen bei der Vorauszahlung der Gewerbesteuer. Drei Unternehmen haben zudem einen Antrag auf Stundung von rund 11.700 Euro Grundsteuer gestellt. Auch dies hat der Gemeinderat am Mittwoch auf seiner Sitzung in Hammerbrücke bestätigt. Bürgermeister Jürgen Mann (Freie Wähler) kündigte für die im Mai geplante Sitzung einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates an, dass Anträge in Zusammenhang mit der Coronakrise positiv beschieden werden.

Aktuell sieht der Bürgermeister noch keine finanziellen Probleme für die Gemeinde, die Gefahr einer Haushaltsperre stehe nicht. Der Haushalt wurde von der Kommunalaufsicht des Landratsamtes bestätigt. Jürgen Mann kündigte aber an, von Fall zu Fall zu entscheiden, denn einige Veränderungen zeichnen sich bereits ab. So wartet Muldenhammer noch immer auf rund 128.000 Euro für Hochwasserschutzmaßnahmen aus dem Vorjahr. Das ist Geld, für das die Gemeinde in Vorkasse gegangen war.

Verzögern wird sich auch die Anschaffung eines Hilfsleistungslöschfahrzeugs für die Ortswehr Tannenbergsthal, was mit 450.000 Euro im Haushalt steht. Wie Bürgermeister Mann dazu vom CDU-Landtagsabgeordneten Sören Voigt erfuhr, könnten noch zwei bis drei Jahre ins Land gehen, da die Industrie mit den Bestellungen nicht nachkomme.

Außenstände von rund 58.000 Euro hat die Gemeinde nach den Worten des Bürgermeisters sogar noch aus der 2012 erfolgten Insolvenz des Vogtländischen Möbel- und Holzverarbeitungsbetriebes. Dessen Gebäude steht seit 2015 zum Verkauf, nun gibt es Interessenten aus Bayern. (tm)

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