Museum zeigt Krippen-Raritäten

Exponate aus 84 Ländern stellt Sammler Hartmut Förster in Auerbach aus. Sie bilden den Hauptteil der Weihnachtsschau.

Auerbach.

Hartmut Förster ist ein wandelndes Lexikon zum Thema Weihnachtskrippen. Das ist kein Wunder, immerhin hat der Pfarrer im Ruhestand seit 1996 schon 590 Krippen aus 84 Ländern zusammengetragen. Eine Auswahl von etwa 100 ist ab heute im Auerbacher Museum in der Weihnachtsausstellung zu sehen. Die Exposition im Vogtland ist Försters 50.

Angefangen hat der 77-Jährige 1996 mit 15, 16 Krippen. "Meine Frau sagte damals, dass ich etwas ordentliches sammeln soll. Bis dahin habe ich alles mögliche gesammelt: Bierdeckel, Zigarrenbauchbinden oder Biergläser." Schnell stellte der aus dem Ort Jübar an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen stammende Mann fest, dass der Aufbau einer Sammlung schwierig ist: "Mir hat das Umfeld gefehlt. Ich hatte zwar von einzelnen Krippenvereinen gehört und wusste, dass sie im Erzgebirge hergestellt werden. Aber das war es auch." Dann hatte Förster die Idee, deutsche Botschafter in aller Welt anzuschreiben. Er schätzt, dass etwa 70 Botschafter Post von ihm erhalten haben. Zudem bat er Missionare um Mithilfe. Bei seinen Recherchen lernte der Sammler zum Beispiel, dass es auch Länder ohne Krippentradition gibt. Als Beispiele nennt er Australien und Neuseeland.

Ein besonderes Exemplar erhielt der Anhaltiner aus der Hauptstadt des afrikanischen Staates Mali, Bamako. Der Deutsche Botschafter gab für Hartmut Förster bei einem muslimischen Schnitzer eine Krippe in Auftrag, die der aus Ebenholz angefertigt hat. Die kleinste Krippe aus der Sammlung ist nur etwa so groß wie ein Fingerhut. Sie ist aus Alabaster und stammt aus Peru. Aus dem südamerikanischen Land hat Förster auch die schwerste Krippe geschickt bekommen: Sie wiegt etwa 750 Kilogramm und ist aus Ton. Sie ist nicht in Auerbach zu sehen.

Hartmut Förster bestückt nur Weihnachtsausstellungen mit seinen Exponaten, manchmal auch mehrere in einem Jahr. Außerdem hat er in seiner Heimat eine Dauerausstellung aufgebaut, nachdem er 2014 in den Ruhestand gegangen ist.

Die Weihnachtsausstellung im Museum Auerbach ist von heute bis 27.Januar zu sehen. Sie wird heute um 11 Uhr eröffnet. Danach gelten folgende Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, jeweils von 13 bis 17.30 Uhr. Geschlossen ist sie montags sowie am 24. und 31. Dezember.

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