Neuer Reitplatz-Belag kann warten

Gemeinde sowie Reit- und Fahrverein Ellefeld planen um: Fördergeld, das für neuen Tretbelag gedacht war, soll stattdessen in eine Beregnungsanlage gesteckt werden.

Ellefeld.

Der Gemeinderat Ellefeld ist flexibel: Der Wunsch des Reit- und Fahrvereins, für den Reitplatz beantragte Fördermittel nicht in die Erneuerung des Tretbelages zu investieren, sondern von dem Geld lieber eine Beregnungsanlage für den Platz zu bauen, wird von den Gemeinderäten unterstützt. Damit kann die Gemeinde beim Land beantragen, die Fördermittel, die aus dem Programm "Brücken in die Zukunft" zu Verfügung stehen, auf das neue Projekt zu übertragen.

Vorausgegangen war der Entscheidung im Gemeinderat ein Vortrag von Gunter Schöniger vom Reitverein, in dem er darlegte, weshalb das neue Projekt wichtiger sei als das zuvor verfolgte. Demnach hatten die Ellefelder Reiter in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme mit ihrem 2002 angelegten Reitplatz. Vor allem die Entwässerung bereitete Probleme, so Schöniger, der nicht nur Vereinsvorsitzender ist, sondern als Reitlehrer auch viele der rund 70 im Verein organisierten Pferdesportler betreut.

Inzwischen hat eine umfangreiche Platzbearbeitung das Problem soweit gelöst, dass die Frage der Entwässerung geklärt scheint. "Wir haben die Gitterplatten unter dem Tretbelag gereinigt. Damit ist die Entwässerung wieder intakt. Nach unserer Einschätzung ist der Platz damit noch mindestens fünf Jahre nutzbar", begründete Schöniger im Rat das Umdenken. Denn die beiden zurückliegenden Sommer mit ihren Hitzeperioden hätten den Vereinsmitgliedern gezeigt, dass es sinnvoller sei, etwas gegen die Staubentwicklung auf dem Platz zu tun. So sei der Wunsch nach einer Beregnungsanlage entstanden.

Laut Schöniger wurden bereits Gespräche mit einem Planer geführt. Der habe den Einbau versenkbarer Düsen im Fußweg, der den Reitplatz umschließt, vorgeschlagen. Gespeist werden soll die Beregnungsanlage aus dem Brunnen, aus dem auch die Fußballer ihren Platz beregnen. Weil bei Hitze das Wasser darin knapp werden könnte, erklärten sich die Reitsportler im Gemeinderat bereit, anteilig die Kosten für Wasser zu übernehmen, das bei Bedarf aus dem öffentlichen Netz hinzugekauft werden müsste. "Zudem kann ich versprechen: Wir würden mit Augenmaß bewässern", sagte Schöniger im Rat.

Unklar ist derzeit noch, ob sich die neuen Pläne der Reiter mit den 55.000 Euro umsetzen lassen, die die Gemeinde für das Erneuern des Tretbelages eingeplant hatte. Der Zuschuss aus dem Förderprogramm würde knapp 41.000 Euro betragen.

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