Paket zum Flicken von Straßen in Reichenbach geschnürt

Etwa 450.000 Euro stehen in Reichenbach bereit, um Schäden an Straßen und Gehwegen zu beseitigen. Der Bedarf ist indes viel größer.

Reichenbach.

Der Frühling naht und damit jene Zeit des Jahres, in der Schäden an Straßen, Gehwegen und der Entwässerung beseitigt werden. Zwar gibt es wegen des sehr milden Winters kaum Frostaufbrüche, aber noch muss eine Reihe von Schadstellen aus den Vorjahren abgearbeitet werden. Bei den meisten Schadensstellen handele es sich um größere zusammenhängende Flächen. Dort würde nur eine größere und somit teuere Instandsetzung Sinn machen, umreißt Hubert Greger, Abteilungsleiter Hoch- und Tiefbau der Stadtverwaltung, das Problem.

Insgesamt stehen dafür dieses Jahr in Reichenbach 449.000 Euro bereit. Davon entfallen 238.000 Euro auf Flickung und kleinere Reparaturen. Im Einzelnen sind das 30.000 Euro für die einfache Flickung, 70.000 Euro für die flächige Flickung und Fräsguteinbau sowie 30.000 Euro für die Instandsetzung der Regenwassereinläufe. Hinzu kommen 13.000 Euro für den Ausschnitt und die Fällung von Straßenbäumen, 10.000 Euro für das Einsanden der Pflasterflächen in der Innenstadt, 5500 Euro für die Brückenprüfung, 10.000 Euro für die Reparatur unbefestigter Wege und 7000 Euro für kaputte Bankette. Außerdem werden über das Jahr 62.500 Euro zur Behebung plötzlich auftretender Schäden vorgehalten. Zweiter großer Batzen sind 211.000 Euro für hochwertige Instandsetzungen. Diese Summe gliedert sich wie folgt auf: 100.000 Euro sind für den weiteren Fußwegbau in der Friedensstraße nötig. An der Zwickauer Straße will man die Decke der Fußwege auf drei Abschnitten erneuern: an der Nordseite zwischen Agnes-Löscher-Straße und Ampel (13.000 Euro), an der Südseite von der Turm- bis zur Schreberstraße (30.000 Euro) und im Bereich Einmündung Ringstraße (10.000 Euro). Auf der Bahnhofstraße soll die Fahrbahndecke zwischen Kreisverkehr und Ackermannstraße (11.000 Euro) erneuert werden.

Zur Verkehrssicherung müssen an der Brücke Jägerhaus über dem ehemaligen Bahndamm Betonleitelemente für 30.000 Euro ausgestellt werden. An der Kreuzholzstraße sollen, die Standfestigkeit der Böschung vorausgesetzt, für 17.000 Euro Leitplanken eingebaut werden.

Noch nicht untersetzt ist die Gehweginstandsetzung in der Breitscheidstraße. Allerdings erscheine diese erst nach Abschluss des Wohnungsbauvorhabens der Sparkasse sinnvoll, gegebenenfalls erst 2021. "Am Ende des Geldes haben wir noch sehr viel Maßnahmen übrig", umriss Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU) im Technischen Ausschuss des Stadtrates die Lage. Auf Anfrage von Linken-Stadtrat Ulf Solheid erklärte Hubert Greger: Wenn man mehr Geld brauche, könne man nur schauen, welche anderen Maßnahmen im Haushalt wegen fehlender Förderung nicht kommen. Dann könne man Eigenmittel von dort umbuchen. Der OB sagte, das manches im nächsten Doppelhaushalt 2021/22 ausgeplant werden solle.


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