Rodewisch stellt sich auf weniger Steuern ein

Grundsatzbeschluss zu Anträgen auf Stundung der Gewerbesteuer gefasst

Der Stadtrat Rodewisch hat in jüngster Sitzung einstimmig einen Grundsatzbeschluss gefasst, durch den Anträge auf Stundung der Gewerbesteuern aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus genehmigt werden. "Damit muss der Rat nicht über jeden Antrag einzeln befinden. Mit dem Grundsatzbeschluss ist die Verwaltung handlungsfähiger", erläuterte Stadtkämmerin Anja Dressel.

Die zinslose Stundung bezieht sich auf Vorauszahlungen für 2020 oder auf Abrechnungen zurückliegender Jahre, die nach dem 19. März fällig waren. Die Stundung kann gewährt werden, wenn die Steuerzahlung aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus eine erhebliche Härte für den Steuerzahler darstellt. Diese sei gegeben, wenn die Unternehmen durch Schließung, Kurzarbeit oder andere Einschränkungen erhebliche Umsatzeinbußen erfahren. "Die Finanzämter sind bundesweit angewiesen, zinslose Steuerstundungen sowie Anträge auf Anpassungen von Steuervorauszahlungen zu genehmigen. Für die Stundung von Gewerbesteuern sind die Gemeinden zuständig, denen eine ebensolche unbürokratische Handlungsweise nahe gelegt wird", erläuterte die Rodewischer Finanzfachfrau des Rathauses. Erste Anträge gäbe es bereits. Umfang und Auswirkungen auf den Haushalt seien derzeit aber noch nicht absehbar.

Aufgrund der Haushaltssituation soll die Stundungsregelung vorerst bis Ende September gelten, eine Verlängerung durch den Stadtrat sei aber möglich.

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