Vogtlandbahn arbeitet mit Hochschule zusammen

Ausländische Lokführer sollen auf diese Weise besser geschult werden

Neumark.

Die Vogtlandbahn arbeitet bei der Weiterbildung ausländischer Lokführer künftig mit der Westsächsischen Hochschule Zwickau zusammen. Dies teilte Pressesprecher Jörg Puchmüller mit. Die Hochschule hat eine Kooperationsvereinbarung mit der Länderbahn besiegelt - dem Mutterunternehmen der Vogtlandbahn. Da der Verkehrskonzern die Lokführerausbildung für alle seine Unternehmen in Neumark gebündelt hat, wirkt sich der Vertrag dort unmittelbar aus.

"Diese Kooperation setzt einen entscheidenden Beitrag für eine gelungene Integration ausländischer Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt" sagt Länderbahn-Geschäftsführer Wolfgang Pollety. "Durch eine von uns gemeinsam speziell für ausländische Triebfahrzeugführer entwickelte, weiterführende und sehr praxisnahe Sprachausbildung entstehen optimale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in Deutschland." Damit würde das bereits mit der Technischen Eisenbahnschule Belgrad abgeschlossene Kooperationsprojekt zur Ausbildung von Lokführern optimal ergänzt. Die Länderbahn setze neben der Nachwuchsgewinnung in Deutschland auch auf gut ausgebildete ausländische Fachkräfte zur Sicherung des Personalbedarfs.


Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) begrüßt die Kooperation. Dieses Modell sei erfolgversprechend und beispielgebend. Auch der Rektor der Zwickauer Hochschule, Professor Stephan Kassel, freut sich über die neue Kooperation: "Unsere Hochschule erhält die Möglichkeit, in diesem speziellen Bereich der fachbezogenen Sprachausbildung Kompetenzen auszubauen." Diese aktuelle Zusammenarbeit kann auch der Start für weitere gemeinsame Projekte sein.

Die Westsächsische Hochschule Zwickau ist nun für die neu angekommenen Fachkräfte aus dem Ausland die erste Anlaufstelle. Hier werden in speziellen Multimedia-Programmen praxisnahe Situationen simuliert und intensiv trainiert. Alle Teilnehmer haben dabei bereits die Sprachkundigenprüfungen B1 oder höher abgelegt.

Diese Woche beginnt bereits eine erste konkrete Maßnahme mit zehn Lokführern aus Serbien. Im Anschluss an diese Sprachausbildung wechseln die Teilnehmer dann zur weiteren Qualifikation an die Eisenbahnschule der Länderbahn nach Neumark. Anschließend werden die Triebfahrzeugführer in den sächsischen und bayerischen Netzen der Länderbahn eingesetzt. (nie)

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