Weniger war bei Hutzen-Premiere mehr

Um einen entspannten Hutzenabend hat der Dorfverein Schreiersgrün am Samstag sein Veranstaltungsangebot erweitert.

Schreiersgrün.

Zwischen Baumbrennen im Januar und Weihnachtsmarkt am zweiten Adventswochenende ist noch Platz. Das sagte sich der Schreiersgrüner Dorfverein und schmiedete einen neuen Plan. Mit dem Ergebnis, dass jetzt obendrein ein Hutzenabend im Kalender steht. Gut besuchte Premiere war Samstag, Austragungsort der Dorfplatz. Und wie die beiden anderen Feste, kam die Premiere an.

Anders als bisherige Feste, blieb der Hutzenabend nicht nur räumlich überschaubar. Anstatt üblicher Gästeversorgung vom Grill gab es Selbstgemachtes. Renner waren die Schwammespalken frisch aus dem Kessel. Auch auf Livemusik verzichteten die Organisatoren. Stattdessen legte die Disko 72 aus Plauen eine Scheibe nach der anderen auf. "Wir haben uns auch bewusst gegen eine Kinderhüpfburg entschieden", sagte Vereinschefin Diana Baumbach. Als Alternativen standen Federballspiel und "Mensch Ärgere Dich nicht" zur Wahl.


Weniger ist mehr, hieß bei dieser Zusammenkunft das Motto. "Die Leute sollen ungezwungen beisammensitzen, essen, trinken, Musik hören", erklärte Diana Baumbach. "Einfach die Dorfgemeinschaft pflegen." Auch für die Akteure sollte der Hutzenabend keine allzu große zusätzliche Belastung bedeuten. "Wir haben alle die ganze Woche Hektik. Heute bekommen die Leute mal was Ruhiges angeboten." Veranstaltungen unter gleichem oder ähnlichem Namen gibt es viele in der Region. "Davon hebt er sich nicht so sehr ab", sagte Baumbach. "Das ist lediglich etwas Neues bei uns im Dorf."

Der entspannte Hutzenabend hatte Versuchscharakter. Ob es Wiederholungen gibt, muss noch entschieden werden. Ermutigt, Neues zu wagen, hatten den Verein Erfahrungswerte. "Beim Knutfest kommen jedes Jahr Leute mit 80 bis 90Bäumen vorbei", sagte Diana Baumbach. Auch die Weihnachtsmärkte finden eine Menge Anklang. Im Zweijahres-Turnus gastiert das Kottengrüner Trämpele im Ort. "Da könnten wir zwei Durchgänge machen", erzählte die Vereinschefin.

Den Schreiersgrüner Dorfverein mit aktuell 47 Mitgliedern gibt es seit 2003. "In den letzten Jahren sind wir stetig gewachsen", sagte Baumbach. Dass sich nicht wenige junge Menschen anschließen, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass man mit der Zeit geht. "Wir machen viel über Facebook", so die Vorsitzende. "Da kann man viele erreichen und hat im Nachhinein die Reaktionen."

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