Zerstörungswut in Auerbach: Stadt zeigt Böllerschäden an

Fünf Abfallbehälter und einen Hundetoiletteneimer gesprengt, eine Sitzbank abmontiert, fast 5000 Euro Schaden nach Silvester. Jetzt läuft deshalb eine Verbotsdiskussion.

Auerbach.

Blinde Zerstörungswut in der Silversternacht: An mehreren öffentlichen Plätzen in der Stadt Auerbach sind zum Jahreswechsel Abfallbehälter und Hundetoiletten gesprengt und in einem weiteren Fall eine Sitzbank abmontiert worden. Insgesamt listet die Stadtverwaltung dadurch entstandene Kosten in Höhe von 4500 Euro auf.

Am Siegelohplatz wurde ein Hundetoiletteneimer zerstört - 950 Euro. Mit je 800 Euro schlagen gesprengte Abfallbehälter im Hofaupark (2 Stück) und an der Moltkebrücke (1) in der Schadensbilanz zu Buche. Ebenfalls im Hofaupark wurde auch eine Sitzbank abmontiert - Wiederersatzkosten: 150 Euro. Am City-Treff im Hofaupark und an der Bushaltestelle Reumtengrüner Straße sind weitere kleinere Abfallbehälter in die Luft geflogen, macht unterm Strich zweimal 500 Euro.

Laut Stadtsprecher Hagen Hartwig hat die Verwaltung Anzeige bei der Polizei erstattet. Man gehe davon aus, dass derartige wuchtige Detonationen nur durch illegale Pyrotechnik aus dem Nachbarland erreicht werden können. Polizeisprecher Christian Schünemann bestätigt die Anzeige, kann zur Herkunft der Sprengmittel aber nichts sagen.

Oberbürgermeister Manfred Deckert (parteilos) scheint angesichts des Vandalismus in seiner Stadt der Kragen geplatzt zu sein, denn auf Facebook findet er äußerst deutliche Worte: "Es ist einfach nur zum Kotzen! Tausende Euro Schäden durch Idioten, welchen mit Sicherheit einige Windungen im Kopf fehlen", schreibt er unter seinem privaten Profil, das offen zugänglich ist.

Entsprechend groß ist die Diskussion in der Kommentarspalte mit über 50 Einträgen bis Freitagvormittag: "Nur Idioten am Werk", schließt sich so mancher an. Zahlreiche Stimmen fordern ein Verbot für private Feuerwerke im Stadtgebiet. Im Gegenzug sollte die Kommune zentral ein öffentliches organisieren. Manch einer stößt sich bei allem Verständnis für das Grundproblem aber auch am Ton des Stadtoberhauptes: "Natürlich ist die ganze Sache einfach unschön und es macht einen wütend. Aber meine Meinung ist, dass man sich vor allem als Oberbürgermeister dieser Stadt doch etwas anders ausdrücken sollte", schreibt eine Facebooknutzerin.

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