AfD demonstriert in Plauen

Rund 350 Personen nahmen an der Veranstaltung des Kreisverbands der Partei teil. Mit einer spontanen Gegenaktion hatten sie nicht gerechnet.

Plauen.

Eine Demonstration des AfD-Kreisverbands in der Plauener Innenstadt ist gestern ohne Störungen kurz vor 20 Uhr unterhalb des Nonnenturms zu Ende gegangen. An der Veranstaltung unter dem Titel "Sicherheit ist alternativlos" nahmen nach Aussage der Versammlungsbehörde des Vogtlandkreises etwa 350 Personen teil. Verschiedene Redner kritisierten die Einwanderungspolitik in Deutschland sowie die Integration ausländischer Kinder in Plauener Kitas und Schulen. Ihrer Einschätzung nach sei dies schädlich für die Erziehung und Bildung deutscher Kinder. Sie forderten Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) und Kulturbürgermeister Steffen Zenner (CDU) auf, dies zu stoppen. Ihre Kritik an der Einwanderungspolitik wurde anschließend auf die politischen Parteien insgesamt ausgeweitet.

Auch mehrere Vertreter der rechtsextremistischen und vom Verfassungsschutz beobachteten Partei Der Dritte Weg beteiligten sich an dem Rundgang. Sie warben dabei für ihre Demo am Samstag in Plauen.

Im Anschluss an die AfD-Kundgebung folgte eine Schweigeminute für den am Sonntag in Chemnitz getöteten 35-Jährigen. Daran nahmen allerdings nicht mehr alle Protestierenden teil. Einige verließen sogar demonstrativ den Platz. Der AfD-Kreisverband kündigte weitere Veranstaltungen an.

Unterdessen trafen sich am nur wenige Meter entfernten Wende-Denkmal rund 30 Personen zu einer spontan organisierten Gegenveranstaltung mit Musik und Tanz.

Beide Veranstaltungen seien störungsfrei verlaufen, hieß es aus der Versammlungsbehörde. Die Polizei zog ebenso ein positives Fazit. Die Beamten waren nach Aussage von Christian Schünemann, Sprecher der Polizeidirektion in Zwickau, mit 70 Einsatzkräften vor Ort gewesen. Unter diesen waren Kräfte des Plauener Reviers, aus Zwickau sowie der Bereitschaftspolizei.

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