Baden in der Weißen Elster?

Eine offizielle Badestelle dürfte kaum machbar sein. Ein erfrischendes Bad in Flüssen ist grundsätzlich erlaubt. Aber Vorsicht!

Plauen.

Könnte eine Badestelle in Plauen an der Weißen Elster entstehen? Dies Frage kam bei der Vorstellung des Projektes Generationenpark "Kreative Elsteraue" auf. Stadtrat Bernd Stubenrauch (SPD) brachte die Idee in der Diskussion des Stadtbau- und Umweltausschusses vor - schließlich nutzen andere Städte ihre Lage an Flüssen, warum nicht auch Plauen?

Annekatrin Grzesiak aus der Stadtverwaltung hält für einen solchen Vorstoß eine Genehmigung der Wasserbehörde für unwahrscheinlich, da es sich um ein Gewässer zweiter Ordnung handelt. Für diese Gewässer sei das kaum umsetzbar. Allerdings sei es erklärtes Ziel, die Weiße Elster erlebbarer zu machen. Baubürgermeister Levente Sárközy schwebt vor, an bestimmten Stellen Kies ins Flussbett zu bringen, wo man mal kniehoch ins Wasser gehen kann. Doch Vorsicht ist geboten. Jeder stehe da selbst in Verantwortung, um die Strömung und andere Risiken zu beachten.


Für das Einrichten offizieller Badestellen sind die rechtlichen Hürden tatsächlich hoch. Die Weiße Elster wird im Rahmen eines Messnetzes als Fließgewässer behördlich überwacht, nicht als Badegewässer, sagt Karin Bernhardt, Pressesprecherin im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG).

Doch einem erfrischenden Bad in der Weißen Elster steht nichts entgegen. "Prinzipiell ist es nicht verboten, in Flüssen zu baden", sagt Karin Bernhardt auf Anfrage. Es sei denn, Kommune oder Kreise untersagen dies. Wie auch in Seen und Teichen geschieht das Baden auf eigene Gefahr. Und die Risiken sind bei Fließgewässern nicht zu unterschätzen: plötzlich zunehmende Strömung, Strudel, unklarer Grund.

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1Kommentare
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    Tauchsieder
    21.05.2019

    Zitat: - Annekatrin Grzesiak aus der Stadtverwaltung, .......... da es sich um ein Gewässer zweiter Ordnung handelt ..., - oder , - .... Baubürgermeister Levente Sárközy schwebt vor, an bestimmten Stellen Kies ins Flussbett zu bringen, wo man mal kniehoch ins Wasser gehen kann ... usw. - Zitat Ende.
    Wenn man das liest dreht sich einem der Magen um, weis man von wem man da verwaltet wird.
    Zur ersten Aussage nur so viel, die Weiße Elster ist ein Gewässer erster Ordnung und dafür ist der Freistaat zuständig. Und zur zweiten Aussage nur so viel, es ist noch gar nicht so lange her, da hat die LTV das Geschiebe (Kies) aus der Elster, am "Schwarzen Steg" und unterhalb der "Külzbrücke", ausgebaggert. Die Begründung war das dieser Kies ein Abflusshindernis darstellt. Abgesehen davon wäre dies eine Sisyphusarbeit, da bei jedem noch so kleinen Hochwasser der Kies abgetragen wird. Hr. Sarközy hat scheinbar auch noch nicht mitbekommen, dass die Elster im Stadtbereich bei normalen Wasserstand kaum Wasser führt. Der Großteil des Wassers wird über den Mühlgraben zum Betrieb einer Turbine ausgeleitet, dies mit Zustimmung des ZWAV und der Stadt Plauen. Hätte er also gesagt Knöcheltief käme dies der Wirklichkeit nah, oder man verwaist den watenden Bürger in den Mühlgraben. Vielleicht schwebte dem Baubürgermeister vor diese "Volksbadeanstalt" in der Nähe der "Gösselbrücke" zu errichten. Eine Treppe hatte er ja schon vorsichtshalber in die Elster bauen lassen.
    Herr, wirf Hirn vom Himmel !



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