Bald bessere Breitbandversorgung in Weischlitz

Die Telekom reagiert auf Kritik und verspricht bis Ende März Besserung. Bei der Firma Elektro-Kraus herrscht Erleichterung.

Weischlitz.

Immer wieder haben Catherina und Mathias Kraus bei der Telekom angerufen, nachgefragt, erinnert, gemahnt. Wann endlich erhält die Plauener Straße in Weischlitz eine zeitgemäße Internet-Versorgung? Als langjährige Kunden des Telekommunikationsunternehmens fühlten sie sich hingehalten, wurden ungeduldig und wandten sich schließlich an die "Freie Presse", um auf das Problem öffentlich hinzuweisen.

Nach mehreren Anfragen hat die Telekom schließlich reagiert und eine Zusage gemacht: "Dieser Bereich wird bis zum Ende des ersten Quartals 2019 mit Bandbreiten bis zu einem Gigabit pro Sekunde (GBit/s) ausgebaut", erklärte Telekom-Pressesprecher Georg von Wagner. Zugleich meldete sich jemand aus dem Vorstandssekretariat bei Mathias Kraus und bestätigte den Bereitstellungstermin bis Ende März.

"Ein Gigabit pro Sekunde - sehr schön", sagt Catherina Kraus. Bislang gibt es in der Plauener Straße, wo diverse Geschäfte ansässig sind, eine derart veraltete Versorgung, dass viele heutzutage online erforderliche Geschäftsabläufe oder auch simple Wartungsprogramme nur stockend oder gar nicht funktioniert haben. Um einigermaßen arbeiten zu können, hatte die Firma Elektro-Kraus Funk-DSL verwendet, ein Mobilfunk-Produkt der Telekom, das sich jedoch auch nicht als der Brüller erwies. Es ist relativ teuer und wird vor allem in Spitzenzeiten, wenn es viele Zugriffe gibt, langsam. "Wenn unser Enkel mit seiner Spielkonsole kommt, dann geht das leider nicht", sagt Catherina Kraus und sehnt den verbesserten Anschluss herbei.

Das Problem mit den schwachen Übertragungsraten ist dem Weischlitzer Bürgermeister Steffen Raab (Freie Wähler) nur allzu bekannt. Auf einen Dienstleister, wie ihn sich die Stadt Plauen mit ihren Stadtwerken geschaffen hat, kann Weischlitz nicht zugreifen. Und in einer Flächengemeinde mit vielen Ortsteilen ist der Ausbau ohnehin eine schwierige Aufgabe. Es geht ihm insgesamt zu langsam und bislang nicht flächendeckend voran, sagt der Bürgermeister. Obwohl in Weischlitz bereits Anfang der 1990er Jahre Glasfaserkabel verlegt worden sind, gibt es jetzt in manchen abgelegenen Ortsteilen deutlich besseren Breitbandausbau. Zugleich verweist Steffen Raab auf die Selbstverpflichtung des Branchenriesen. "Ich bin froh, dass die Telekom den Ausbau selbst leisten will", betont der Weischlitzer Ortschef und fügt mit Blick auf die Zusage an: "Ich hoffe, dass diese Probleme in einem Jahr kein Thema mehr sind."

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