"Bounty" wegen Vandalismus gesperrt

Der Spielplatz im Plauener Mammengebiet ist immer wieder Ort der Zerstörung. Das Ordnungsamt will verstärkt kontrollieren.

Plauen.

Mutwillig beschädigte Spielgeräte, demolierte Abfallbehälter, angezündete Bretter von Sitzbänken oder Graffitischmierereien: Schon seit längerer Zeit kommt es auf dem Spielplatz "Bounty" unterhalb der Kemmler-Oberschule immer wieder zu Vandalismus. Inzwischen wird das teuer. Wie Steffen Ullmann, Fachgebietsleiter Tiefbau, auf Nachfrage der "Freien Presse" sagt, bewege sich der angerichtete Sachschaden mittlerweile im Bereich von mehr als 10.000 Euro.

Deshalb hat die Stadtverwaltung rigoros reagiert und Bauzäune aufgestellt. Zwar seien die Vorfälle bei der Polizei zur Anzeige gebracht worden, bisher habe diese aber noch keine Tatverdächtigen ermitteln können. "Das Ordnungsamt führt nun öfters Begehungen durch", kündigt Ullmann an.


"Die schwersten Fälle betrafen das Trampolin, welches abgebaut werden musste sowie die Anbaurutsche des Klettergerätes, welche entfernt werden musste", erklärt Ullmann, weshalb die Behörde eingegriffen hat: Spielverbot wegen Vandalismus - die Kinder im Mammengebiet ärgern sich darüber sehr, ebenso wie Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook.

"Ja, der Spielplatz gehört am Abend der Jugend, er ist zum Treffpunkt geworden. Früh sieht es dann immer wie auf 'nem Schlachtfeld aus. Es gibt ja nicht mal mehr Papierkörbe, denn die wurden auch alle zerstört. Leere und kaputte Flaschen, Glasscherben, sämtlicher Müll liegt rum", heißt es zum Beispiel in einem Online-Kommentar.

Ob die Polizei feststellen könne, wer die Jugendlichen sind, und diese dann zum Arbeiten verdonnern, "damit's denen vergeht", schreibt ein anderer Nutzer. Auch Noch-Landtagsabgeordnete und Stadträtin Juliane Pfeil-Zabel (SPD), selbst zweifache Mutter, schaltete sich jüngst in die Diskussion im Internet ein: Der Stadtrat werde der Sache nachgehen, kündigte sie an. Sie finde es schade, dass der Spielplatz zerstört und beschmiert wird, "zumal das Areal ja wirklich groß ist und Jugendliche ebenso viele Möglichkeiten für den Aufenthalt haben". Pfeil- Zabel schlug eine Zusammenarbeit mit den Streetworkern der Mobilen Jugendarbeit (MJA) vor. Alle zwei Wochen, freitags von 16 bis 20 Uhr, seien die laut MJA ohnehin vor Ort.

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