Bürgermeister diskutieren mit Innenminister

Wohnungsleerstand, Sicherheit und Fördergeld waren Themen, die am Donnerstagabend in der Gesprächsrunde in der Weischlitzer Südscheune auf den Tisch kamen.

Weischlitz.

Was brennt Bürgermeistern und Ortsvorstehern im Vogtland auf den Nägeln? Etwa zehn aus der Region waren am Donnerstag nach Weischlitz gekommen, um mit dem sächsischen Innenminister Roland Wöller (CDU) ins Gespräch zu kommen. Mit vor Ort waren auch Landrat Rolf Keil (CDU) und der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Heinz, der den Innenminister ins Vogtland eingeladen hatte.

Steffen Raab (parteilos), der gastgebende Bürgermeister, wies auf zunehmende Leerstände von kommunalen Wohnungen hin. "Wir haben insgesamt 25 Prozent Leerstand. Unser Mietpreisniveau liegt teilweise über dem vom zehn Kilometer entfernten Plauen." Die Wohnungen müssten umgebaut werden, vor allem seniorengerecht. Die Mieteinnahmen fehlen. Das Dilemma sei, man müsste die Wohnungen - etwa einen Block - kostenintensiv sanieren, wisse aber nicht, ob man sie dann auch vermietet bekomme. "Ich vermisse die Wahrnehmung der großen Politik. Das sind Probleme, die wir als kleine Gemeinde nicht lösen können." Das Mietniveau im Vogtland bezeichnete der Innenminister als niedrig. Einen konkreten Schritt der Politik nannte er, um hier zu helfen: "Es kommt ein Aufzugsprogramm." Damit meinte er den Einbau von Fahrstühlen, da die Mieter älter werden.


Auf die schwierige finanzielle Situation der Stadt Pausa-Mühltroff und die Nachförderung vom Land für die Zweifeld-Sporthalle, auf die man warte, verwies der dortige Bürgermeister Jonny Ansorge (CDU).

Carmen Reiher, Vorsitzende des Verwaltungsverbandes Jägerswald und ehrenamtliche Bürgermeisterin von Werda, meinte: "Wir sind gegenwärtig in einer Förderperiode. Das System hat sich bewährt. Es wäre gut, wenn es nach 2020 nahtlos weitergeht und keine Lücke entsteht." Damit meinte sie auch die Leader-Projekte, die in vielen Orten derzeit für Investitionen genutzt werden. "Das sehen wir auch als Erfolgsmodell an", sagte Andreas Heinz. "Mit der Städtebauförderung hat sich viel getan, es wurde viel Geld in Sachsen in die Hand genommen", so Wöller.

Angesprochen wurde auch das Thema Sicherheit. Dort, wo Straftaten passieren, müsse man ansetzen. "Durch mehr Polizeipräsenz. Das soll spürbar sein", sagte Wöller. Auf diesem Gebiet werde zunehmend ausgebildet. Prävention sei wichtig. "Wichtig ist auch, die Sicherheit im Grenzraum zu stärken und zu gewährleisten." Dabei nannte der Innenminister konkret Plauen und das Vogtland.

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