Clara Wieck: Festtage werden zum vollen Erfolg

Museum bietet Programm für Musikunterricht - Neuauflage in zwei Jahren

Plauen.

Die erstmals in Plauen veranstalteten Clara-Wieck-Tage aus Anlass des 200. Geburtstages der Pianistin und Komponistin sowie Gattin von Robert Schumann sind ein voller Erfolg gewesen. Diese Bilanz zieht Organisator Uwe Fischer, Museumspädagoge am Plauener Vogtlandmuseum. Die Einrichtung war Veranstalter gewesen.

Uwe Fischer freut sich: "Alle Konzerte waren ausverkauft, Symposium und Lesung überdurchschnittlich gut besucht." Die Stadt Plauen, in der Clara Wieck einige Kindheitsmonate verbrachte und als Vierjährige das Sprechern lernte, habe damit neben den bekannten Schumann-Städten wie Leipzig, Dresden, Zwickau und Düsseldorf einen viel beachteten Beitrag zum 200. Geburtstag der Klaviervirtuosin und achtfachen Mutter geleistet. Das Museum entwickelt daraus ein Programm "Auf den Spuren Claras" für den Musikunterricht an Plauens Schulen. Es wird ab November angeboten. Aufgrund des Zuspruchs wolle man zudem in zwei Jahren die Clara-Wieck-Tage fortsetzen.

Zu den Höhepunkten der zehn Festtage gehörte das Konzert junger Solisten des Vogtlandkonservatoriums im überfüllten Festsaal. Musikwissenschaftler überraschten bei einem Symposium mit Kenntnissen über die Berührungspunkte Claras mit dem Vogtland. Beispielsweise berichtete der promovierte Musikwissenschaftler Albin Buchholz von einer Komposition und von Briefen Claras, die im Plauener Stadtarchiv liegen. Ihre Plauener Großeltern, die Kantorenfamilie Tromlitz, hatten großen Einfluss auf das Musikleben in Plauen: Neben Clara, die 1834/35 im Konzerthaus "Erholung" umjubelte Konzerte gab, hatte auch ihre Mutter Mariane dort Konzerte gegeben, 1813 in Anwesenheit von König Friedrich August, der im heutigen Vogtlandmuseum mit einigen Ministern für rund einen Monat im Exil lebte.

Eine vom Förderverein für das Museum aufgestellte Spendenbox für die Restaurierung eines Klaviers der Plauener Firma Vogel & Sohn wurde mit 350 Euro gefüllt. (us)

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