Eine Pippi oder ein Michel für die Lindgren-Schule

Kahler Giebel der Einrichtung soll Graffiti erhalten - Stadtverwaltung: "Derzeit keine Finanzmittel eingeplant"

Plauen.

Der Vorschlag von "Freie Presse"-Leserin Ilona Reßler, an den Giebel der Astrid-Lindgren-Grundschule im Plauener Mammengebiet ein professionelles Graffiti zu sprühen, stößt bei der Stadtverwaltung auf offene Ohren. Theoretisch, denn es hakt am Geld, sagt Axel Markert, Teamleiter Technisches Gebäudemanagement der Gebäude- und Anlagenverwaltung (Gav). Reßler findet die Außenwirkung der jüngst generalsanierten Schule nicht schön. "Es ist kahl und nicht kindgemäß", sagt die Frau. Wenn sie in Plauen unterwegs sei, würden ihr an vielen Ecken zum Beispiel witzig gestaltete Trafohäuschen begegnen.

Auch das Toilettenhäuschen an der Melanchthonstraße habe erst kürzlich einen hübschen Anstrich von Künstler André Wolf erhalten. "Das war für meine Idee ausschlaggebend", so Reßler, die den Künstler nicht persönlich kennt. Es könne daher auch gern jemand anderes sein.

Dem farblosen Giebel hin zur Stöckigter Straße ein buntes Gesicht zu geben, etwa mit Lindgren-Figuren wie "Pippi Langstrumpf" oder "Michel aus Lönneberga", das kann sich auch Axel Markert von der Gav vorstellen. "Voraussetzung für die Gestaltung wäre jedoch eine gesicherte Finanzierung, da derzeit dafür keine Finanzmittel geplant sind", sagt er. In Abhängigkeit von der Größe des Kunstwerkes seien voraussichtlich mehrere Tausend Euro erforderlich. Und aufgrund der strukturierten Oberfläche des Putzes sei aus technischer Sicht vor Ausführung der künstlerischen Gestaltung zunächst der Auftrag einer glatten Schicht notwendig.

Im Inneren der Schule war André Wolf bereits aktiv. Dort gibt es Lindgren-Motive an den Wänden. (sasch)

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