Elsterberg hat nach mehr als drei Jahren wieder einen festen Pfarrer

Pfarrerin Susanne Hulek wurde am Sonntag in der Laurentiuskirche ins Amt eingeführt. Der Festgottesdienst war gut besucht. Die Erwartungen der Kirchgemeinde sind groß.

Elsterberg.

Nach dem Abitur in Wolfsburg über Bremen, Heidelberg und Dresden nach Elsterberg. Diese und weitere Stationen hat Susanne Hulek bisher auf ihrem Lebensweg beschritten. Seit Sonntag ist die 59-Jährige Pfarrerin in Elsterberg und Ruppertsgrün. Ihren Familienstand bezeichnet sie so: "Ich bin ein fröhlicher Solist."

Mit einer Lehre zur Gärtnerin begann ihr Berufsweg. Die Leitung einer Gärtnerei, später das Studium mit dem Abschluss als Diplom-Theologin sowie als Heilpraktikerin folgten. Zuletzt war Hulek als Religionslehrerin sowie als Psychotherapeutische Seelsorgerin und Heilpraktikerin in Dresden tätig. In der sächsischen Landeskirche hat sie sich auf die offene Pfarrstelle in Elsterberg beworben. "Das geschah bewusst, denn die Stadt liegt in einer interessanten Region, und dann gab es noch persönliche Gründe, hierher zu kommen", begründet sie ihre Entscheidung.

Innerhalb eines sehr gut besuchten Festgottesdienstes wurde sie am Sonntagnachmittag in ihr neues Amt eingeführt. Daran nahmen viele Christen, aber auch Elsterberger Stadträte aller Fraktionen, Ortsvorsteher, Vertreter von Vereinen aus den genannten Orten sowie Pfarrer aus verschiedenen vogtländischen Kirchgemeinden teil. Sie alle erlebten die Einführung von Susanne Hulek durch die Plauener Superintendentin Ulrike Weyer. Damit erhielt die neue Pfarrerin den Auftrag zu predigen, zu lehren, zu taufen, Beichten abzunehmen oder Seelsorge durchzuführen. Mit instrumentaler Musik von Orgel und Violine sowie dem Gesang von Kirchenchor und Gemeinde wurde der Gottesdienst ausgestaltet. Die Predigt war die erste Amtshandlung der neuen Elsterberger Pfarrerin. Später führte sie auch das Abendmahl, Gebete, Fürbitten oder den Segen für die Gemeinde aus.

Zu ihrem Ankommen im Vogtland sagte Susanne Hulek: "Ich wurde sehr herzlich willkommen geheißen, es herrschte große Freude unter den Christen in beiden Orten." Dies bestätigten auch Besucher des Gotetsdienstes. Der Noßwitzer Albrecht Rink beispielsweise sagte: "Wir haben wieder eine Pfarrerin, ich bin gespannt auf ihre Arbeit." Ein anderer, der selbst viele Jahre ehrenamtlich im Elsterberger Kirchenvorstand mitwirkte und die Arbeit eines Pfarrers aus dem eigenen Elternhaus kennt, ist der Görschnitzer Joachim Baierl. Er sagte: "Es ist wichtig für unsere Stadt, dass hier wieder ein Pfarrer arbeitet, so kann an das Wirken der Amtsvorgänger Friedrich Clemens, Lothar Baierl oder Joachim Vödisch angeknüpft werden."

Einer der Jüngeren im Festgottesdienst war der Losaer Max Rinau. Er studiert in Dresden Agrarwirtschaft und geht regelmäßig zum Gottesdienst. "Es ist für uns als Jugendliche ganz wichtig, dass ein Pfarrer als Ansprechpartner hier ist." Der Elsterberger Olaf Sommer freute sich, dass die Pfarrstelle nun wieder besetzt ist: "Ich hoffe, dass Frau Hulek auch durchhält, wenn sie aus Dresden kommt." Sven Haller aus Cunsdorfs sagte: "Es ist für das Leben in unserer Kirchgemeinde wichtig, dass wir wieder eine Pfarrerin haben."

In der die Einführung abschließenden Grußstunde im Gemeindehaus war Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP) optimistisch. "Es ist ein gutes Zeichen, dass wir im Jahr unseres Ruinen- und Heimatfestes nun auch wieder eine Pfarrerin haben und ich hoffe auf ein gegenseitiges Kennenlernen bei einem noch terminlich festzulegenden Gespräch", so Bauroth. Unter den weiteren Rednern in der Grußstunde begrüßten auch der CDU-Landtagsabgeordnete Stephan Hösl (CDU) und die für Ruppertsgrün zuständige Pöhler Bürgermeisterin Daniela Hommel-Kreißl (FDP) die neue Pfarrerin. Außerdem wurde den Pfarrern Andreas Alders (Reichenbach), Ulrike Penz (Mylau), Annegret Schubert (Neumark) und Martin Engler (Limbach) für ihre über dreijährige Vakanztätigkeit gedankt.


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