Fahrwerk-Spezialist auf der Überholspur

Die Weischlitzer Entwicklungsexperten für Fahrwerksysteme haben Grund zum Feiern. Für gestern hatte die Chefetage der Ingenieurgesellschaft für Allgemeine Maschinentechnik (IAMT) zum 25. Betriebsbestehen in die Plauener Festhalle eingeladen.

Weischlitz.

Unternehmensgründer Christoph Pietzsch kann mit seiner Firma zufrieden sein. Die Firma hat sich am Markt etabliert. Eine Säule des Erfolges ist die Entwicklung und Prüfung von Fahrwerken. Außerdem entwickeln die qualifizierten Spezialisten Prüfstände für Funktions- und Festigkeitstests. Die IAMT ist heute ein anerkannter Systempartner für namhafte Unternehmen der deutschen sowie der europäischen Fahrzeug- und Zulieferindustrie.

Zu den Leistungen gehört der gesamte Entwicklungsprozess von Fahrwerken. Dazu zählen die Achskonstruktion, die Struktur- und Leichtbauoptimierung sowie die Lieferung von Prototypen. Die Erprobung erfolgt im Prüffeld am Hauptsitz in Weischlitz. Allein dort sind 150 Mitarbeiter beschäftigt.


Die Zeichen stehen auf Wachstum. Im Vorjahr verbuchte die Gruppe mit ihren Niederlassungen in München, Ingolstadt, Stuttgart, Wolfsburg und Berlin einen Jahresumsatz von rund 33 Millionen Euro. Den Löwenanteil erbrachten die Weischlitzer. Geschäftsführer Volker Treichel spricht von einer guten Auftragslage. "Wir wachsen in den Bereichen Projektmanagement, Elektronik und Software-Entwicklung." Man habe bis zu drei Jahren Vorlauf. Zur Erweiterung der Belegschaft suchen die Weischlitzer ambitionierte Maschinenbau- und Kfz-Ingenieure sowie Industriemechaniker und Mechatroniker.

Voriges Jahr investierten die Vogtländer rund 5,5 Millionen Euro in den Standort im Gewerbegebiet an der Lehmgrubenstraße. Neben der Aufstockung des Bürogebäudes um eine Etage wurde unter anderem ein Lenkungsprüffeld errichtet. In den Bereich Entwicklungsdienstleistung will die Firma weitere drei Millionen Euro investieren, so Treichel. "Die Projekte werden größer und komplexer. Da wollen wir noch mehr Verantwortung übernehmen." Was den Ausbau der Märkte betrifft, hat das Unternehmen Asien und Amerika fest im Blick.

Firmengründer Pietzsch und seine Mitstreiter haben in der Vergangenheit vieles richtig gemacht. 1996 sei ein entscheidendes Jahr gewesen. "Da haben wir den Schwenk von den Baumaschinen in die Automobilbranche geschafft." Der Firmenstart erfolgte 1992 in Zwickau. Vor dem Umzug 2006 nach Weischlitz war der Unternehmenssitz einige Jahre in Plauen.

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