Harter Disput um soziale Brennpunkte

Linke für Handeln - CDU: Stadt nicht schlechtreden

Plauen.

Das Problem der sozialen Brennpunkte in Plauener Wohngebieten gehört auf die Tagesordnung. Petra Rank, Geschäftsführerin der Linken-Fraktion im Stadtrat, fordert: "Es ist dringend notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken." So sehr die Linken Baubürgermeister Levente Sárközys Initiative für eine Arbeitsgruppe soziale Brennpunkte begrüßen, halten sie der Verwaltung vor, sie habe das Thema erst spät erkannt. Rank erinnert an den Linken-Antrag "Die Wohnungssituation unter sozialen Gesichtspunkten" vom 17. Januar 2019. Stadtrat Tobias Rüdiger (Linke) kritisiert, dass sich Sárközy zwar zu jener Zeit für eine Analyse plädiert hatte, sein Bürgermeister-Kollege Steffen Zenner (CDU) indes die Existenz sozialer Brennpunkte zurückgewiesen habe.

Kritischer bewertet die Plauener CDU Sárközys Vorstoß. Fraktionschef Jörg Schmidt sagte im Verwaltungsausschuss, der Baubürgermeister rede mit dem Hinweis auf "Problemviertel" die Stadt schlecht. Einen ähnlichen Vorwurf hatten sich zuvor AfD-Vertreter eingehandelt, die eine "dramatisch verschlechterte Sicherheitslage" und "eskalierende Gewalt" sahen.

Polizeipräsident Conny Stiehl dazu: "Diese Einschätzung haben sie exklusiv. Die teilen wir nicht." In Plauen falle ihm eine Diskrepanz zwischen allgemeiner Einschätzung und tatsächlicher Lage auf. Er forderte von Stadträten "mehr Stolz auf die Stadtentwicklung". (ur/us)

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