In Coschütz geht die Post ab

Das Coschützer Dorf- und Sportfest zog am Wochenende wieder viele Besucher an. Vor und hinter den Kulissen arbeiteten die Helfer im Schicht-System.

Coschütz.

Als die Partyband "Prinzenberger" am Samstagabend im Festzelt des SV Coschütz zur Attacke blies, kamen die vielen fleißigen Helfer ins Schwitzen. Alle Drähte liefen bei "Festzeltwirt" Sirko Pippig zusammen. Damit alles reibungslos über die Bühne geht, teilte er seine vielköpfige Festzelt-Mannschaft über drei Tage von früh bis spät in Schichten ein. "Anders ist das gar nicht zu schaffen." Er selbst meldete bei seinem Arbeitgeber gleich eine Woche Urlaub an.

Seit elf Jahren führt der Speditionskaufmann zum Coschützer Dorf- und Sportfest Regie im Festzelt. Damit trat er in die Fußstapfen von Vater Eike, der diesen Job viele Jahre ausübte. Drei Tage Sport und Remmidemmi forderte dem "Festzeltwirt" einiges ab. "Als Verantwortlicher verlasse ich das Zelt als letzter und bin früh als erster wieder da." Von der Planung über den Wareneinkauf bis zur Personaleinteilung bereitete der 43-Jährige alles mit vor. Trotz des enormen Kraftaktes hatte er im Festgelände stets ein Lächeln aufgesetzt. Für ihn ist der Verein wie eine große Familie. "Ich bin seit 1980 Mitglied."


Zwischen Grill, Soljanka-Topf und aufgeschichteten Fischbrötchen musste René Stier die Übersicht behalten. Der Chef des Küchenteams hatte alle Hände voll zu tun. Der Coschützer wohnt in Sichtweite der Party-Zone. Obwohl er kein Mitglied des Sportvereins ist, zieht es ihn immer wieder hierher. "Als Coschützer bin ich gern dabei." Zur Verstärkung brachte er Sohn Kevin mit an die Helfer-Front.

In Coschütz wird nichts dem Zufall überlassen. Vereins-Foto-Reporter Claus Zürnstein hatte die Kamera rund um die Uhr am Mann. Der gebürtige Leipziger führt seit den 1980-er Jahren die Chronik. Als die Fußballer der Gastgeber am Samstag die Kicker vom Greizer SV mit 5:2 vom Feld schickten, war er natürlich auch dabei. Vorher lichtete der Hobby-Fotograf die AWO-Kindereinrichtungen aus Coschütz, Elsterberg, Limbach und Netzschkau ab. Mit ihren Programmen sorgten sie nchmittags für ein volles Festzelt.

Nach ihrem Auftritt enterten die Knirpse das Kettenkarussell der Hammerschmidts. In 62 Jahren fehlte der Plauener Schaustellerbetrieb beim traditionellen Dorf- und Sportfest nur einmal. Daniela Koch kam am bunten Wagen mit der verlockenden Aufschrift "Süße Leckereien" nicht vorbei. Die Finanz-Chefin vom SV Coschütz gönnte sich bei Schaustellerin Heike Hammerschmidt einen mit Schokolade überzogenen Erdbeerspieß. "Ohne die Hammerschmidts würde uns was fehlen". Die Schaustellerin fühlte sich sichtlich geschmeichelt. "Von vielen Besuchern kenne ich schon die Kinder."

Bevor es die Schatzmeisterin wieder ins Festzelt zog, verriet sie noch den Termin für die 63. Auflage der Veranstaltung. "Nächstes Jahr feiern wir vom 1. Bis zum 3. Juni."

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