Kinder sollen attraktiveren Spielplatz bekommen

Noch vor dem Straßberger Ortsjubiläum im Sommer des nächsten Jahres könnte das Gelände an der Schulstraße ein Schmuckstück werden. Die Sache hat nur einen Haken.

Straßberg.

Normalerweise dauert es eine Weile, bis für einen öffentlichen Spielplatz neue Spielgeräte angeschafft werden können. Die städtischen Gelder dafür sind knapp bemessen. In diesem Jahr stehen nur 41.500 Euro zu diesem Zweck zur Verfügung. Die Straßberger Ortschaftsräte hatten sich deshalb auch schon auf längere Bemühungen eingestellt, um die Fläche an der Schulstraße für die Mädchen und Jungen im Dorf etwas attraktiver zu gestalten. Jetzt könnte aber alles ganz anders kommen. Denn die Stadtverwaltung hat eine Idee.

Über das Leader-Förderprogramm zur Entwicklung des ländlichen Raumes könnten Fördergelder fließen. Das hat Ortsvorsteher Dieter Blechschmidt von den zuständigen Stellen im Rathaus erfahren. Die Mitarbeiter vom Sachgebiet Grünplanung haben eine Vorplanung erstellt. Drei neue Spielgeräte könnten aufgestellt werden: Eine Kleinkindspielanlage, ein Rutschen-Turm und eine neue Doppelschaukel. Dazu würden noch zwei zusätzliche Sitzbänke mit Abfallbehälter aufgestellt. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 31.000 Euro. Plauen müsste davon nur 20 Prozent bezahlen. Der Rest wäre durch Förderung gedeckt.

"Bis zum 16. August soll das beantragt werden", hat der Ortsvorsteher am Montag in der Ortschaftsratssitzung weiter informiert. Bis zu den Feierlichkeiten anlässlich des 825-Jährigen von Straßberg im Sommer 2019 könnten die Spielgeräte stehen. Die Sache hat aber einen Haken. Denn eine Ablehnung ist da nicht ausgeschlossen. "Da werden viele Anträge gestellt", hat CDU-Ortschaftsrat Ralf Bräunel klargemacht, dass diese Art der Finanzierung noch keineswegs sicher ist. Dann würden die Ortsteilvertreter so vorgehen, wie sie es ursprünglich ohne dieses Förderprojekt vorhatten.

Im Haushaltsplan für 2019 hat Dieter Blechschmidt unter dem Punkt Ortsverschönerung 1000 Euro für den Spielplatz vorgesehen. "Damit könnten wir vielleicht den Kletterturm reparieren lassen", erklärte er. Denn der wurde bei der Prüfung durch einen Sachverständigen bemängelt. Aus Sicht der Dorfbewohner soll er aber auf jeden Fall stehenbleiben. Möglich wäre vielleicht auch, ein kleineres Spielgerät für die 1000 Euro zu kaufen. "Wir müssen selbstkritisch sagen, dass wir den Platz bisher vernachlässigt haben", räumte der Ortschef ein.

"Unser Platz ist da wirklich ein Waisenkind", meinte auch Ortsteilvertreter Matthias Limmer mit Blick auf die gut ausgebaute Anlage an der Querstraße im benachbarten Neundorf. Die Neundorfer haben dafür allerdings jahrelang gebraucht, von ihren Ortschaftsratsgeldern immer wieder etwas abgezweigt und sich umgesehen, wie sie die Fläche noch attraktiver machen können. Ein Förderprojekt gab es dafür nicht.

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