Kretschmer steht hinter Ruine auf dem Campus

Ministerpräsident sichert Finanzierung für Bau mit altem Gemäuer zu

Plauen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat bei einem Besuch in Plauen gestern Nachmittag bekräftigt, dass vom Freistaat eine rettende Geldspritze für die Schlossruine auf dem künftigen Plauener Campus fließen wird. "Wir werden die Mehrkosten stemmen und keine Zeit vergeuden", sagte Kretschmer am Fuß der Ruinenmauer, die in ein neues Mehrzweckgebäude integriert werden soll.

Zuvor hatte das Projekt auf der Kippe gestanden: Die mittelalterlichen Mauern waren poröser als angenommen. Die Sanierung nahm mehr Zeit und vor allem auch mehr Geld in Anspruch als geplant. Die Arbeiten waren deshalb zeitweise eingestellt. Erst vor Kurzem gab es grünes Licht aus Dresden, das Projekt weiterzuführen.

Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) bedankte sich beim Ministerpräsidenten für dessen Einsatz. Kretschmer sagte schmunzelnd, dass man ja auch von allen Seiten auf ihn eingewirkt habe. Zudem habe der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) gezeigt, wie sich die statischen Probleme der Mauer lösen lassen. Dafür gebe es ein neues Konzept, erläuterte Diana Weber von der Zwickauer Niederlassung des SIB. "Optisch wird es keinen Unterschied geben", versicherte sie. Ursprünglich seien sechs Millionen Euro für das Gebäude veranschlagt worden. Um wie viel Geld der Freistaat diese Summe aufstockt, könne sie nicht sagen. Für weitere Planungen stünden nun Gespräche mit der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Plauen an.

Als etwas Besonderes bezeichnete Kretschmer die Sonderförderung vom Bund, die Plauen als eine von vier Kommunen in Deutschland erhält: 25 Millionen Euro für Bau-Investitionen. Der Freistaat legt noch mal 25 Millionen Euro drauf. Laut Kretschmer müssten Regierung, Landkreis und Stadt nun besprechen, was mit dem Geldregen passiert. Er soll in Jahresscheiben von 2019 bis 2025 fließen. Profitieren davon könnten nach Oberdorfers Angaben das Stadtbad mit einem Anbau und das Quartier Ostvorstadt.

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