Kritik: Gastrojob ist nicht sexy

IHK will Unterstützung für Berufsschulstandorte

Plauen.

Alle angebotenen Ausbildungen im Vogtland halten: Das ist die Forderung des Präsidiums der IHK-Regionalkammer Plauen Richtung Dresden für das neue Berufsschulkonzept, das bis Jahresende stehen soll. "Es kann nicht der richtige Weg sein, mehr Angebote aus dem ländlichen Raum abzuziehen. Wenn wir junge Leute halten wollen, müssen wir ihnen auch eine Ausbildung vor Ort bieten", sagte Präsident Hagen Sczepanski, Unternehmer aus Reichenbach.

Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hatte zuletzt am Rande eines Termins im Plauener BSZ "Anne Frank" gesagt, dass künftig keine Bildungsgänge gehalten werden könnten, für die es in der Region zu wenig Nachfrage gibt. Die Anmeldezahlen entscheiden. Die IHK hinterfragt indes, ob die Klassenmindeststärke von 16 bei sinkenden Bevölkerungszahlen noch maßgeblich sein könne. Die Berufsschullandschaft war ein Thema, das zum jüngsten wirtschaftspolitischen Gespräch der IHK in Plauen mit Politikern erörtert wurde. Landtagsabgeordneter Frank Heidan vertrat die CDU-Position, Chemnitzer Schüler könnten auch nach Plauen an die Berufsschule fahren. Der Chemnitzer Abgeordnete Nico Brünler (Linke) setzte dem entgegen, dass dafür erst zumutbarere Nahverkehrsverbindungen her müssten. Gerhard Liebscher, Landtagskandidat für die Grünen, spielte den Ball an die Unternehmer zurück: "Sie müssen mit Tariflöhnen und guten Arbeitsbedingungen dafür sorgen, dass eine Ausbildung in der Gastronomie wieder sexy ist." (nij)

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