Legendäre Lieder im neuen Gewand

30 Jahre Wende Das Vogtlandtheater blickt auf die Friedliche Revolution zurück. Erinnert wird an die verbotene Klaus-Renft-Combo. Am 7. Oktober stehen Cäsars Söhne mit dem Philharmonischen Orchester auf der Bühne.

Plauen.

Die Massendemonstration am 7. Oktober 1989 im Plauener Stadtzentrum war ein Markstein der Friedlichen Revolution. An jenem denkwürdigen 40. Jahrestag der Gründung der DDR wich die Staatsmacht in Plauen erstmals vor dem Volk zurück. Drei Jahrzehnte nach den Ereignissen greift das Theater Plauen-Zwickau das Thema in besonderer Weise auf: Am 7. Oktober, 20 Uhr, treten die Söhne von Peter "Cäsar" Gläser mit ihren Musikerkollegen und dem Philharmonischen Orchester des Theaters gemeinsam auf.

Gläser war Mitglied der aus der DDR ausgewiesenen Klaus-Renft-Combo. "Apfeltraum" - so der Titel eines Songs der Combo - ist gleichzeitig der Name des Projekts. Generalintendant Roland May verbindet mit der Band ein Stück eigener Lebensgeschichte. "Ich habe die Musiker als echte Underdogs erlebt." Ihr Liedgut habe politische Sprengkraft gehabt. 1975 folgten Auftrittsverbot und Auflösung der Band. "Cäsars" Nachfolger wollen bei ihrem Gastspiel in der Spitzenstadt an die mutigen Auftritte der Renft-Combo erinnern.

May kündigt auf den Punkt gebrachte Arrangements mit den unvergessenen Songs zwischen Liebe und Zorn an: "Es ist ein Stück DDR-Rockgeschichte." Das Publikum darf auf das Zusammenspiel von Rockband und Orchester gespannt sein. "Das ist Neuland für uns", sagt May. Das Ganze werde in Blöcken über die Bühne gehen, sagt May.

Bereits am 3. Oktober, 19.30 Uhr, steht ein weiterer Beitrag zum Thema Friedliche Revolution auf dem Spielplan. Unter dem Titel "Die bessren Zeiten sagen Guten Tag" wird ins Löwel-Foyer des Theaters eingeladen. Prosa, Lyrik und Songs über die politische Wende erwarten die Besucher. Am 5. Oktober, 19.30 Uhr, feiert die Komödie "Wir sind auch nur ein Volk" Premiere. Im Stück geht es um Ost-West-Entfremdung nach der Wiedervereinigung. Eine typische Ostfamilie soll für eine Fernsehsendung herhalten. Mit Klischees und Vorurteilen wird in der Inszenierung nicht gespart.

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