Mehr Lehrverträge mit Geflüchteten

Plauen.

Mehr junge Geflüchtete haben im Vogtland eine Ausbildungsstelle gefunden. Hatten 2016/2017 noch 17 junge Menschen in der Region einen Lehrvertrag unterschrieben, so waren es zum aktuellen Ausbildungsjahr bereits 23. "Das ist eine Steigerung, aber es reicht nicht", sagt Hagen Sczepanski, Präsident der IHK-Regionalkammer Plauen. Diese wenigen jungen Menschen könnten kaum die vielen Personallücken schließen. Arbeitsagentur-Chefin Helga Lutz bestätigt diese Einschätzung. "Wir sind keine Zuwanderungsregion. Wir arbeiten mit den Migranten, die 2016/16 gekommen sind." Nach wie vor gebe es in einigen Fällen sowohl Sprach- als auch Mentalitätsprobleme - selbst bei der Arbeitsagentur als Arbeitgeber. "Wir sind ein frauengeprägter Bereich. Es gibt junge Männer, die Probleme damit haben, eine weibliche Vorgesetzte zu bekommen", schildert Lutz. Wer indes die Ausbildung abgeschlossen habe, der sei in Deutschland angekommen. "Davon können wir ausgehen", so IHK-Präsident Sczepanski. (nd)

1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    2
    MPvK87
    05.11.2019

    Aus 2018 sind die offiziellen Zahlen des Vogtlandkreis gewesen: 748 Flüchtlinge "leistungsberechtigt" - sprich fähig zu arbeiten.
    Davon waren 326 auf dem 1. Arbeitsmarkt integriert.
    Gut, 1. Arbeitsmarkt heisst nicht Ausbildung.

    Dass die Arbeitsagenturchefin es sich anmaßt zz behaupten Plauen sei aus ihrer Sicht keine "Zuwanderregion" ist schon mal eine äusserst fragwürdige wertende Aussage.
    Dass sie darüber hinaus überzeugt davon ist, über die Presse verlauten zu lassen, liebe Arbeitgeber, wenn ihr junge Flüchtlinge einstellen wollt, (manche) sind frauenfeindlich und unfähig die Sprache zu sprechen, halte ich für schädigend Flüchtlinge einzustellen.
    Ich stelle die Frage, ist es ihr Ziel rassistische Ressentiments verlautbaren zu lassen oder Menschen in den Arbeitsmarkt integrieren?



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