Nach dem Show-Programm öffnet Petrus seine Schleusen

Pech hatten die Veranstalter des 43. Strand- und Laternenfest an der Talsperre Pöhl. Bei kühlen Temperaturen und Regen kamen weniger Besucher als in den vergangenen Jahren ins Festgelände.

Jocketa.

So etwas haben die Besucher des Strand-und Laternenfestes auch noch nicht erlebt. Kaum hatte Moderator Michael Friedrich am Samstagabend zur 43. Auflage des Festes das Feuerwerk angekündigt, patschten die ersten Regentropfen auf den Betonboden der Freilichtbühne. Kurze Zeit später schüttete es wie aus Kannen. In Windeseile strömten die Party-Gäste ins Festzelt oder suchten Schutz unter den aufgespannten Schirmen. Glück hatten die Akteure auf der Bühne. Denn Sekunden vor der kühlen Dusche von oben war das Show-Programm beendet.

Die Power-Frauen vom Showballett des Jocketaer Carneval-Club (JCC) bewegten sich geschmeidig in schillernden Bollywood-Kostümen. Auch die jungen Herren von der JCC-Prinzengarde legten einen couragierten Auftritt hin. Wie in den vergangenen Jahren nahmen die Programmmacher die Tanzgruppe Lexsis mit ins Boot.


Im Vergleich zum Vorjahr kamen weit weniger Besucher als von den Gastgebern erhofft. Schätzungsweise 900 waren es am Samstagabend. Vermutlich lag das nicht zuletzt am Wetter, das sich übers Wochenende nicht von seiner sommerlichen Seite zeigte. Wer feiern wollte, ließ sich davon nicht abhalten. Bei Musik von OB Live tanzten die hartgesottenen Open-Air-Enthusiasten in den Pfützen weiter. Um Mitternacht musste die Band wegen technischer Probleme eine Zwangspause einlegen. Trotz Dauerregens ging die Fete wie geplant bis 2 Uhr ins Finale. Premiere hatte die zweite Partyzone neben der Bühne. Live-Musik und DJ-Fete liefen zeitgleich. Wie im Vorjahr angekündigt, setzte das JCC-Showballett mit Unterstützung des Vereins einige neue Ideen um. Im DJ-Pavillon legte am Samstag "Der Klang-Tourist" auf. Helfer stellten im Vorfeld originelle Möbel zum Lümmeln auf. Ins Auge fielen auch die neuen Lichtinstallationen. Insgesamt kam die Neuerung bei den Besuchern gut an.

Bereits am Freitag sollte in diesem Bereich sowie auf der Rampe der Freilichtbühne die Post mit verschiedenen DJs abgehen. Doch wegen des aufziehenden Gewitters wurde das Ganze kurzerhand ins gegenüberliegende Bierzelt verlegt. Obwohl kein Eintritt verlangt wurde, fanden zum Auftakt nur wenige junge Leute den Weg zum "Strala". Man darf gespannt sein, wie sich die Dinge weiterentwickeln.

Indes liegen die Arbeiten in den Räumen des Bühnengebäudes seit Jahren auf Eis. Unter anderem sollten Sanitäranlagen entstehen. Vereinsvorsitzender Michael Friedrich begründete den Stillstand mit fehlenden Kapazitäten. Im Moment habe niemand die Zeit, das Projekt voranzutreiben. Letztlich sei es auch eine Frage des Geldes. "Wir denken von Jahr zu Jahr." Im Moment sei man froh, dass man das "Strala" gemeinsam mit der Feuerwehr und dem JCC stemmen kann. Um die 44. Auflage der Veranstaltung müsse man sich keine Sorgen machen, versicherte er. "Wir haben noch genug Motivation, weiterzumachen."

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