Ortschaft bringt Gemeindehaus zum Jubiläum auf Vordermann

Die Großfriesener haben beim Um- und Ausbau zu einem großen Teil selbst angepackt und dabei Kosten gespart. An vielen Stellen wurde Hand angelegt in dem Gebäude.

Grossfriesen.

Zum bevorstehenden Ortsjubiläum wird sich Großfriesen in neuem Glanz präsentieren. Während auf dem Platz neben dem Gemeindehaus mit Kindergarten derzeit noch Bauarbeiter am Werk sind, ist das Gebäude selbst bereits fürs Jubiläum "750 Jahre Großfriesen" hergerichtet. Es wurde umfassend umgestaltet und modernisiert. Dabei haben die Bewohner zu einem großen Teil selbst mit angepackt. Ortsvorsteher Wolf Rüdiger Ruppin berichtet deshalb stolz von den abgeschlossenen Baumaßnahmen. Es sei einiges passiert.

Der Kindergarten: Dort haben jetzt acht Kinder zusätzlich Platz. "Vier Krippenplätze und vier Kindergartenplätze", zählt Ruppin auf. Zwei davon sind integrative Plätze. Das heißt: Sie sind für Mädchen und Jungen mit Behinderungen bestimmt. Die Kita "Marienkäfer" des Vereins Kinderladen Zukunft verfügt damit nun über 36 Plätze. Davon sind 16 Krippenplätze und 20 Kindergartenplätze.

Damit diese Erweiterung möglich wurde, hat der Ortschaftsrat seine zwei Zimmer in der oberen Etage geräumt und ist in einen kleineren Raum nach unten gezogen. Die zusätzlichen Zimmer oben "wurden ausgebaut und modernisiert", berichtet der Ortschef. Das Personal des Kindergartens, die Eltern der Kinder sowie Großfriesener Bürger und der neu gegründete Heimatverein sowie der Ortschaftsrat haben dabei selbst Hand angelegt und somit Kosten gespart. Der neue Raum des Ortschaftsrates ist ebenso renoviert, mit Elektrik ausgestattet, neu möbliert und mit einem PC versehen worden.

Der Kulturraum der Gemeinde: Der für Feierlichkeiten und Versammlungen von der städtischen Gebäude- und Anlagenverwaltung (GAV) vermietete Raum dient unter anderem als Begegnungszentrum der Volkssolidarität. "Es finden regelmäßig Rentnertreffs, Weihnachtsfeiern, Grillnachmittage und anderes statt", weiß Ruppin. Der Raum wurde entkernt, teilweise neue Elektrik verlegt, mit neuem Fußbodenbelag versehen und es wurde gemalert. Die Großfriesener haben die Decke abgesenkt und sie mit schalldämmenden Platten verkleidet. In diese Platten steckt jetzt die Beleuchtung. Ein Anschluss für ein Lautsprecherkabel ist vorbereitet. In der benachbarten Küche sowie in der Garderobe wurde ebenfalls gewerkelt. Rolf und Brigitta Seifert sind seit Längerem für die Vermietung und Erhaltung des Gemeinderaumes verantwortlich. Das Ehepaar hat neue Gardinen angebracht.

Die WC-Anlagen: Man glaubt es kaum, aber es ist wahr: Getrennte Damen- und Herrenklos gab es bisher nicht. Die aus DDR-Zeiten stammenden Anlagen befanden sich zudem in keinem guten Zustand mehr. Neue Fenster, neue Armaturen, neue Fliesen und anderes wurden eingebaut.

Die Kosten: Allein die durch ansässige Firmen, den Malermeisterbetrieb Harald Hegner, den Klempnerbetrieb Wolfgang Faller und Elektro-Döhlig erbrachten Arbeitsleistungen im Gemeinderaum hätten über 4500 Euro gekostet. "Das wurde von den Firmen selbst getragen", lässt der Ortsvorsteher wissen. Dazu kommen die Leistungen der Bürger. Die Materialkosten in Höhe von mehr als 3700 Euro hat die Stadt Plauen übernommen.

Die Modernisierung des Gemeindehauses insgesamt war allerdings etwas teurer: 43.000 Euro. Davon kamen 32.250 Euro aus dem Förderprogramm der Sächsischen Aufbaubank "Brücken in die Zukunft". Der Anteil der Stadt lag bei 10.750 Euro. "Der Ortschaftsrat bedankt sich bei allen Beteiligten, bei der Gebäude- und Anlagenverwaltung sowie der Stadt Plauen", sagt Wolf Rüdiger Ruppin. Insbesondere die Arbeiten am Kindergarten und die lange angemahnte Sanierung der Toilettenanlagen würden das Großfriesener Gemeindezentrum wenige Wochen vor dem Ortsjubiläum deutlich aufwerten.

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