Plauen gedenkt der Kriegszerstörung und setzt Zeichen für Frieden

Binnen einer halben Stunde waren weite Teile Plauens vor 74 Jahren zerstört. 890 Menschen starben bei dem schweren Bombenangriff am 10. April 1945. Ihrer wurde am Mittwoch bei mehreren Veranstaltungen gedacht. So fand am Nachmittag an der Gedenkstätte für die Bombenopfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Hauptfriedhof eine Kranzniederlegung statt. Neben Vertretern verschiedener Parteien und Behörden waren auch Plauener gekommen, die die Bombardierung selbst erlebt hatten, wie Christa Müller (Mitte), damals ein Kleinkind. Im April 1945 wurde ihre Familie ausgelöscht. Bomben zerstörten das Gebäude Lange Straße 62. Die Familie befand sich zu diesem Zeitpunkt im Keller und hatte keine Chance. Am Mittwoch war Christa Müller mit Ehemann Gottfried Müller und Ursula Berger auf den Hauptfriedhof gekommen, um der Todesopfer zu gedenken. Am Abend fand in der Johanniskirche ein Friedensgebet mit Pfarrer Hans-Jörg Rummel statt. Danach ging es zum Luftschutzmuseum "Meyerhof" zu einer weiteren Feierstunde. Auf dem Postplatz gab es am Abend eine angemeldete Kundgebung der rechtsextremen Partei Der dritte Weg mit wenigen Teilnehmern. (bju)

Christoph Ulrich

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