Plauener Helios-Klinikum: Patienten fürchten Thrombose

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Nachdem bundesweit Fälle von sehr seltenen Sinusvenenthrombosen im Nachgang von Astrazeneca-Impfungen bekannt geworden sind, machen sich auch Geimpfte im Vogtland Sorgen.

Plauen. Das Plauener Helios-Klinikum verzeichnet einen Anstieg von Patienten, die fürchten, nach einer Astrazeneca-Impfung von einer sehr seltenen Sinusvenenthrombose betroffen zu sein. "Einige Patienten kommen mit dem Verdacht zu uns. Das kann man auch niemandem verübeln", sagte Dr. Oliver Schilling, Ärztlicher Direktor des Klinikums, jetzt bei einem Besuch von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Laut Mediziner Schilling würden täglich drei bis vier Patienten bezüglich der seltenen Thromboseform untersucht. Bis Ostern sei jedoch keiner der Verdachtsfälle bestätigt worden.

Bundesweit waren nach Astrazeneca-Impfungen bis Ende März 31 Fälle von Sinusvenenthrombosen bekannt geworden. Mit Ausnahme von zwei Fällen betrafen alle Meldungen Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren, so das Bundesgesundheitsministerium. Deshalb habe die Ständige Impfkommission den Empfehlungsentwurf abgegeben, nach dem der Impfstoff von Astrazeneca in erster Linie für Über-60-Jährige einzusetzen ist. "Wer jünger ist, kann auf eigenen Wunsch und nach ausführlicher Aufklärung trotzdem mit Astrazeneca geimpft werden. Der Einsatz des Impfstoffs liegt im ärztlichen Ermessen", so das Ministerium.

In Sachsen kommt der Impfstoff von Astrazeneca seit dem 31. März vorsorglich in der Regel nur noch bei Personen zum Einsatz, die das 60. Lebensjahr vollendet haben. (nd)

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