Pöllmann legt Vorsitz nieder

Der Chef des Fördervereins Komturhof Plauen hat gestern überraschend seinen Rücktritt erklärt. Er räumt einen "großen Fehler" ein.

Plauen.

Der Förderverein Komturhof Plauen befindet sich in Turbulenzen. Vorsitzender Christian Pöllmann erklärte gestern gegenüber seinem Stellvertreter Wilfried Hub überraschend seinen sofortigen Rücktritt vom Amt des Ersten Vorsitzenden. Darüber hat der Verein am Nachmittag in einer Presseerklärung berichtet. Pöllmann ziehe damit die Konsequenz aus seinen Äußerungen in der jüngsten Sitzung des städtischen Kulturausschusses. Die "Freie Presse" hatte in der Ausgabe gestern darüber berichtet.

Pöllmann hatte erklärt, dass der Verein die Türen des Komturhofes "wohl auch für Parteien, etwa für die AfD öffnen müsse". Diese Ankündigung sei weder mit den anderen Vorstandsmitgliedern des Vereins abgestimmt, noch sei sie durch die Satzung des Vereins gedeckt gewesen. Laut seiner eigenen Satzung dürfe der Verein den Komturhof für parteilpolitische Veranstaltungen jeder Art nicht zur Verfügung stellen. Pöllmann räumte ein, dass er mit seiner Äußerung einen großen Fehler begangen habe, der auch unentschuldbar sei.

Der Förderverein dankte Pöllmann zugleich für seine "wertvolle Arbeit in den vergangenen zehn Jahren". Der Verein war im September 2008 unter anderem auf die Initiative von Pöllmann hin gegründet worden. Seit dieser Zeit sei es dem Verein mit Unterstützung von Bund, Land und Stadt gelungen, aus dem verfallenen Konventgebäude des Komturhofes ein kulturelles Zentrum Plauens zu machen. Mehr als eine Million Euro wurden in das erstmals 1214 urkundlich erwähnte Gebäude investiert.

Der Komturhof gilt heute als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Plauen, in der zunehmend kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

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