Preisträger reist Hunderte Kilometer nach Plauen

Der Schweizer Silvan Borer hat den e.o.plauen-Nachwuchswettbewerb 2018 gewonnen. Nicht nur seine Arbeiten sind jetzt in gleich zwei Galerien der Stadt zu sehen.

Plauen.

Auch wer nicht auf der Liste der Preisträger des e.o.plauen- Nachwuchswettbewerbes für Handzeichnungen 2018 steht, kann sich zu den ausgezeichneten jungen Künstlern zählen - nämlich dann, wenn die eingereichten Arbeiten in der Exposition zu sehen sind. "Die Besten sind für die Wettbewerbsausstellung bestimmt", sagte der Grafiker und Designer Harry Kurz vom Kunstverein Plauen-Vogtland am Freitag in seiner Laudatio bei der Preisverleihung. Die Zeichnungen sind bis zum 7. Oktober in der Malzhaus-Galerie zu sehen. An den Wänden hängen 87 Bilder von 20 Zeichnerinnen und Zeichnern. Am Ausscheid beteiligt hatten sich 43 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland und auch aus der Schweiz mit insgesamt 150 Werken. Die Altersgrenze für den Nachwuchspreis liegt bei 25 Jahren. Den ersten Preis erhielt Silvan Borer (25) aus Deitingen in der Schweiz. Er hat den weiten Weg zur Preisverleihung auf sich genommen und war am Freitag zum ersten Mal in Sachsen.

"Ich habe im Internet von dem Wettbewerb erfahren", berichtete Silvan Borer, der ein Preisgeld von 1000 Euro erhielt. Der Schweizer ist seit einem knappen Jahr hauptberuflich als freischaffender Illustrator tätig. Zu seinen Kunden zählen Verlage, Werbeagenturen und Firmen, die ihre Publikationen mit seinen Illustrationen bereichern wollen. Wenn er freie Hand hat, malt er am liebsten Vögel: "Die sind für mich ein Ausdruck der Freiheit."

Zweitplatzierte wurde Lia Rothe aus Zwickau. "Jedes Bild ist eine Geschichte für sich", lobte Harry Kurz. Die 17-Jährige hatte erst Anfang des Jahres bei der Jugendkunsttriennale einen Anerkennungspreis erhalten. Die Gymnasiastin ist vielseitig interessiert: Sie wirkt auch im Zwickauer Mondstaubtheater mit.

Ungewöhnliche Kompositionen, auffällige Farben und Kontraste und eine zum Nachdenken anregende Kunst bescheinigte Harry Kurz der Vogtländerin Sophie Weiß. Die 17-jährige Markneukirchenerin besucht das Gymnasium in ihrer Heimatstadt. Mit ihren Handzeichnungen holte sie sich den dritten Platz. "Ich bemühe mich, mit meinen Bildern etwas im Betrachter zu erreichen - etwas, woran man sich erinnert", geht sie in einem kurzen Text auf ihre künstlerischen Absichten ein. Der Kunstverein erstellt für alle Preisträger ein Faltblatt mit biografischen Angaben und einigen abgedruckten Zeichnungen. Er hatte den Nachwuchspreis mit Unterstützung der Stadtwerke Strom Plauen als Hauptsponsor ausgelobt.

Zu den Preisträgern gehört auch die jüngste Zeichnerin in diesem Jahr, die zwölfjährige Annika Daniel aus Heidelberg. Sie reiste mit ihren Eltern extra für die Preisvergabe an. "Sie hat drei wunderbare Arbeiten abgegeben", sagte Karl Gerhardt Schmidt von der e.o.plauen-Gesellschaft. Annika Daniel erhielt den Jugendanerkennungspreises, der mit 300 Euro dotiert ist. Diesen Anerkennungspreis vergibt die e.o.plauen-Gesellschaft.

Neben Karl Gerhard Schmidt haben auch Kulturbürgermeister Steffen Zenner (CDU), Stadtwerke-Chef Peter Kober und Kunstvereinsvorsitzender Wilfried Hub die Preise verliehen. In der Galerie Forum K an der Bahnhofstraße sind weitere Arbeiten der Preisträger zu sehen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...