Problem der Possig nach 20 Jahren gelöst

Überflutete Grundstücke durch zu Tal schießendes Regenwasser sollen in der Siedlung künftig der Vergangenheit angehören. Die Bewährungsprobe für die verbesserte Straßenentwässerung steht noch aus.

Plauen.

Seit der Eingemeindung des Ortsteils Straßberg nach Plauen vor fast 20Jahren gab es immer wieder Ärger. Nahezu jährlich bekam die Stadtverwaltung nach heftigen Niederschlägen Beschwerden der Siedler: Starkregen schoss zu Tal und überflutete Grundstücke. Jahrelang sahen sich Verantwortliche im Rathaus nicht in der Lage, das Problem zu lösen. Erst durch einen Sinneswandel der Fördermittelstelle nach wiederholtem Drängen der Stadt flossen Gelder für den nötigen Vorflutkanal.

Im März konnte mit dem Bau begonnen werden. Gestern übergab Baubürgermeister Levente Sárközy mit Tiefbauchef Steffen Ullmann, dem Ortschaftsrat und der beauftragten Weischlitzer Tief- und Ingenieurbau GmbH die Anlage ihrer Bestimmung. Der gebaute Kanal zur Weiterleitung des von den Straßen kommenden Regenwassers in die Weiße Elster erstreckt sich vom Possigweg über den Furtweg bis zum Wiesengrund und von dort auch auf einen Teil der Rehtränke. "Die Kosten sind im berechneten Rahmen geblieben", so der Baubürgermeister. Das waren rund 460.000 Euro, die zu 100 Prozent aus Fördermitteln für die Beseitigung von Schäden aus Starkregen beglichen worden sind. 100.000 Euro wurden bereits vor einigen Jahren für die zum Bahndurchlass gelegten Rohre nahe der Weißen Elster ausgegeben. Ohne diese Vorarbeit könnte der Niederschlag nicht abgeleitet werden.

Worüber sich die Siedler in einer Versammlung im Februar im Rathaus Gedanken machten, war die Wiederherstellung der Fahrbahnen nach den Bauarbeiten: "Der Wiesengrund, die Rehtränke und ein Teil des Furtweges wurden gemacht", so der Fachgebietsleiter Tiefbau, Steffen Ullmann, gestern. Besonders die Rehtränke befand sich in keinem guten Zustand, was bei Ortsbegehungen in den vergangenen Jahren immer wieder von Bürgern angesprochen worden war.

Weil die Possig mehr als drei Straßen hat, ist man freilich noch nicht fertig. "Nächstes Jahr ist der Nussertweg dran", blickte der Bürgermeister voraus. "Der Förderbescheid ist da", sagte Steffen Ullmann. Planung, Ausschreibung und Bauarbeiten stünde damit nichts mehr im Wege.

"Wir hoffen, dass sich die Situation jetzt entspannt", zeigte sich Levente Sárközy zuversichtlich. "Ein großer Teil der Grundstückseigentümer hat sich auch anschließen lassen", sagte Anett Kraus, Sachbearbeiterin Straßenbau im Rathaus. Damit waren und sind allerdings Kosten für die Hausbesitzer verbunden.

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