Rechte treten zur Wahl an - Aus für Satire-Partei

Wahlausschuss bestätigt 122 Stadtratskandidaten - Ebbe bei Ortschaftsräten

Plauen.

122 Plauener treten bei den Kommunalwahlen am 26. Mai an, um eines der 42 Stadtratsmandate zu holen. Der Gemeindewahlausschuss hat am Montag alle Kandidaten bestätigt - mit einer Ausnahme. Ein Bewerber der AfD fiel durchs Raster, da er noch nicht lange genug in Plauen gemeldet ist. Die CDU schickt 32 Kandidaten ins Rennen, die FDP 22, die SPD 17, Linke und AfD je 15, die Grünen neun und die Initiative Plauen fünf. Die rechtsextremistische Partei Der Dritte Weg tritt mit sieben Bewerbern an. Steffen Kretzschmar, der Vorsitzende des Plauener Gemeindewahlausschusses, richtete an die Mitglieder des Gremiums den Appell, "unparteiisch zu entscheiden" und mögliche Antipathien auszublenden.

Der Dritte Weg ist erstmals bei der Stadtratswahl dabei und konnte die dafür erforderlichen 160 Unterstützungsunterschriften fristgerecht vorlegen. Die vom Verfassungsschutz beobachtete Partei, die in Plauen gleichermaßen mit sozialen Aktionen wie auch mit rassistischen Parolen und Ausländerhetze um Wählergunst wirbt, erreichte sogar 184 Unterschriften, von denen 177 gültig waren. Beobachter des Dritten Weges nahmen das Ergebnis wortlos zur Kenntnis.


Gescheitert ist hingegen Die Partei, eine vom Satireblatt "Titanic" ins Leben gerufene basisdemokratische Initiative. Die Partei konnte 48 Unterstützungsunterschriften nachweisen - deutlich zu wenig. Steffen Kretzschmar empfahl, beim nächsten Anlauf etwas zeitiger mit dem Sammeln der Unterschriften zu beginnen, und überließ Christian Müller vom Kreisverband der Satirepartei das Wort. "Nichts erwartet, trotzdem alles bekommen", kommentierte der 22-Jährige die Unterschriften von "immerhin 48 vernunftbegabten Menschen".

Grünes Licht gab der Ausschuss auch für 46 Kandidaten, die jeweils in einen der sechs Ortschaftsräte gewählt werden wollen. Den geringen Andrang bezeichnete Kretzschmar als "nicht wirklich rosig". In Großfriesen gibt es acht Bewerber für neun Mandate - damit werde es dort "keine richtige Wahl" geben. Kaum besser sieht es in Jößnitz (neun Sitze, neun Bewerber) und in Kauschwitz (fünf Mandate, fünf Kandidaten) aus. Nur in Straßberg (5/7), Neundorf (7/9) und Oberlosa (5/8) gibt es mehr Bewerber als Sitze.

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