Rekordversuch: Mountainbiker springt von der Schanze

Spektakulärer Weltrekordversuch an der Sprungschanze: Ein Profisportler wollte mit seinem Rad die 60-Meter-Marke knacken. Das Video ist nichts für schwache Nerven.

Klingenthal.

Verrückt, spektakulär und ein bisschen lebensmüde: Der Rehauer Radprofi Johannes Fischbach ist mit einem Mountainbike von der Schanze in der Klingenthaler Vogtland-Arena gesprungen. Das Ziel des mehrfachen Deutschen Meisters in verschiedenen Mountainbike-Disziplinen war es, einen neuen Weltrekord aufzustellen. 60 Meter weit wollte der Oberfranke mit seinem Mountainbike springen. Vor einigen Jahren war Fischbach bereits von einer 85-Meter-Schanze gesprungen, kam auf eine Weite von 50 Metern. Doch die waghalsige Aktion, die bereits am 16. September stattfand und über die der VSC Klingenthal am gestrigen Sonntag informierte, endete mit einem Sturz. Zuvor hatte "Fischi" sein Ziel dennoch erreicht und bei Testsprüngen den früheren Weltrekord gebrochen.

Für die Aktion war eigens eine Spezialkonstruktion in der Vogtland-Arena errichtet worden - eine Verlängerung des Schanzentisches mit Holzplanken. Zudem wurde das Ganze professionell in Szene gesetzt. Die Sprünge sind von einer Foto-Drohne gefilmt worden. Die Zuschauer sind gewissermaßen live dabei, als der 31-Jährige nach dem Absprung nach vorn kippt und samt Mountainbike den Schanzenauslauf hinunterstürzt. "Wir haben jetzt gesehen, dass das einfach nicht möglich ist. Mit einem Bike von einer Skischanze zu hüpfen passt eben doch nicht perfekt. Ist ja auch eine Skischanze", so Fischbach. Und weiter: "Den alten Weltrekord haben wir bereits beim Testsprung gebrochen. Allerdings wollte ich es ausreizen. Dabei ging es dann leider schief."

Dass Johannes Fischbach am Ende nur etwas wackelig auf den Beinen stand, ist dem berühmten Glück im Unglück zu verdanken. "Es hat mich schon ordentlich durchgeschüttelt und am nächsten Tag hab ich mich gefühlt, als ob ich unter einen Traktor gekommen wäre. Es gab aber keine ernsthaften Verletzungen, abgesehen von Schleudertrauma und einigen Prellungen. Eine Woche nach der Aktion war ich schon wieder bei den Deutschen Meisterschaften am Start."

Als Trost darf sich Fischbach über einen Eintrag ins Guinness-Buch freuen. Die exakte Weite darf dabei erst bekannt gegeben werden, wenn das Anerkennungsverfahren durch die Mitarbeiter des Guinness-Buches abgeschlossen ist "Die Enttäuschung über den Sturz war schon sehr groß, deshalb hatte mich die Weite des Probesprungs nicht wirklich interessiert. Es waren knapp 40 Meter." Einen weiteren Versuch gibt es nicht. "Ich habe diese Idee begraben." (tb/bra)

Der Weltrekordsturz:

 

 

Der Weltrekordsprung:

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