Wehrchef mit Verspätung im Amt bestätigt

Alle drei Ortswehren von Steinberg personell im Vorstand vertreten

Steinberg.

An einen neuen obersten Entscheider müssen sich die 79 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr von Steinberg nicht gewöhnen. Wie die Führungs-Wahl vor zwei Monaten ergab, bleibt Ronald Haller im Amt. Stellvertreter des Gemeindewehrleiters sind für die nächsten fünf Jahre Mike Förster und Ronny Kämpf. Der erste Vize war ebenfalls im Amt bestätigt worden, Kämpf betritt Neuland. Zur Sitzung am Donnerstag bestätigte der Gemeinderat die drei Berufungen.

Ursprünglich war die Wahl für 13. März als reguläre Präsenzveranstaltung angesetzt. Die beginnende Coronakrise verhinderte das aber. Durch behördliches Anraten sei jene Zusammenkunft kurzfristig abgesagt worden, berichtete Bürgermeister Andreas Gruner (parteilos). Allerdings habe man vorab eine Briefwahl zugelassen und die Wahl so zu Ende bringen können. Gruner freute sich, alle drei Ortswehren in der Gemeindewehrleitung vertreten zu wissen. Das sei "sehr wichtig für die Gleichbehandlung der Ortsteile", sage er. Haller ist außerdem Ortswehrleiter in Wernesgrün, Förster in Rothenkirchen, Kämpf zweiter Mann an der Spitze in Wildenau.

Der alte und neue Gemeindewehrleiter hat sich vorgenommen, wieder regelmäßig Großübungen auf die Agenda zu setzen. In seine zweite Amtszeit fällt die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges. Im Oktober 2021 soll das HLF 20 geliefert werden und ein betagtes Magirus-Modell ablösen. Etwa 376.000 Euro sind dafür im Haushalt verankert. Noch rückt die Rothenkirchener Wehr bei Alarmierungen unter anderem mit einem 50 Jahre alten Gefährt aus. Was den vierrädrigen Einsatzbegleiter im Ruhestand erwartet, ist offen. "Es gibt noch keine verbindliche Entscheidung", sagte Gruner. Interesse hatte vor einiger Zeit ein Münchner Museum gezeigt. "Da waren mal Leute bei uns, weil sie so ein Fahrzeug schon jahrelang gesucht haben", erzählte Haller.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.