Wohnqualität in Elsterberg soll steigen

Die Stadträte der Alternativen Heimatliste (AHL) möchten in den nächsten Jahren die Stadt und deren Ortsteile weiterentwickeln und attraktiver machen. Dazu haben sie jetzt ihre Ideen auf den Tisch gelegt.

Elsterberg.

Bei der jüngsten Kommunalwahl im Mai ist die Elsterberger Wählervereinigung wieder als stärkste Kraft ins Kommunalparlament eingezogen. Sie will in den nächsten Jahren die weitere Entwicklung der Stadt voranbringen, wie Sven Haller als Vertreter der Alternativen Heimatliste (AHL) sagt. Am Montag hat die Wählervereinigung der Stadtverwaltung einen Antrag von Maßnahmen für den städtischen Haushalt 2020 und die Folgejahre zukommen lassen.

Die AHL stellt neun der 16 Stadträte, verfügt damit im Parlament über eine satte Mehrheit. Vieles gehe zu langsam voran, es sei Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen, meint Haller mit Blick auf die vergangene Legislaturperiode. Schon damals war die AHL stärkste Kraft im Elsterberger Stadtrat. Priorität habe für die AHL unter anderem die Steigerung der Wohnqualität. Ein Versprechen auch im jüngsten Wahlprogramm. Das funktioniere nur mit modernem und bezahlbarem Wohnraum und einer dementsprechenden Infrastruktur für alle Generationen. "Deshalb sehen wir eine Verpflichtung darin, die Überschüsse der Mieteinnahmen aus kommunalen Wohnungen nicht zur Sanierung der kommunalen Finanzen zu verwenden, sondern einen Teil davon jährlich für grundhafte Sanierungen zu verwenden", so Haller. Ziel sei es, in städtischen Immobilien altersgerechten, modernen und bezahlbaren Wohnraum und Platz für junge Familien zu schaffen. Viele Häuser seien noch nicht saniert, es fehle an Balkonen und Aufzügen. Die AHL fordert deshalb die Stadtverwaltung auf, "hierfür geeignete Förderinstrumente vorzustellen", sodass mit der Umsetzung schnellstmöglich begonnen werden könne.

Weitere wichtige Ziele der AHL seien die Erhaltung und Sanierung der Spielplätze. Deshalb soll der Ausbau des Spielplatzes Schlosswiese vorangetrieben und noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Nur so könne ein ansprechendes Wohnumfeld geschaffen werden. Auch die Sanierung beziehungsweise der Ersatzneubau der Noßwitzbrücke sei überfällig.

Ebenfalls 2020 müsse die detaillierte Planung der Sanierung des Kirchplatzes abgeschlossen werden, um 2021 mit dem Vorhaben zu beginnen. Zudem spricht sich die Wählervereinigung dafür aus, trotz ungeplanter Kosten die Sanierung von Räumen der Kindertagesstätte Zitronenbäumchen und der Schulküche voranzubringen, um das Projekt in diesem Jahr zu beenden.

Noch hat die Stadtverwaltung keinen Haushaltsentwurf für das laufende Jahr vorgelegt. Haller rechnet frühestens im Februar mit dem Papier. Planungen bezüglich eines Neubaus einer Schulturnhalle sollen nach dem Willen der Alternativen Heimatliste bei der anstehenden Haushaltsdiskussion zurückgestellt werden. "Hier muss intensiv über die möglichen Kosten beim Bau und über die Folgekosten gesprochen werden", erklärt Haller.

Unterstützung durch die AHL erhält Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP) bei der laufenden Sanierung der Burgruine. "Aufgrund der Aufgabenfülle in diesem Bereich fordern wir die Stadtverwaltung aber auf, einen Antrag auf Verlängerung des Förderzeitraums zu stellen, da aufgrund der Vielfalt der Aufgaben in den nächsten Jahren im Stadtgebiet sicher nicht alle notwendigen Arbeiten bis 2021 abgeschlossen werden können", heißt es in dem AHL-Antrag. "Burg ja - aber nicht um jeden Preis", so Haller. Die Burgruine müsse erhalten werden und begehbar bleiben, andere Investitionen dürften dabei aber nicht aus dem Blick geraten. Der finanzielle Spielraum sei begrenzt. Einsparpotenzial sieht die Wählervereinigung im Verwaltungsbereich. Mehrere Rathausmitarbeiter gehen in diesem Jahr in den Ruhestand. Die AHL will deshalb den Stellenplan auf den Prüfstand stellen, um spätestens ab 2021 Einsparungen im Verwaltungsbereich zu erreichen, kündigt Haller an.


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