Woran es bei der Seilbahn jetzt noch hängt

Neundorfer wählen 30Meter lange Anlage aus - die hat aber ihren Preis

Neundorf.

Für den Nachwuchs in Neundorf legen sich die Ortsteilvertreter schon seit Jahren immer wieder ins Zeug und greifen dafür auch immer wieder tief in die Tasche: Für knapp 3600 Euro soll jetzt eine 30 Meter lange Seilbahn aufgestellt werden, die bis zu 130 Kilogramm schwere Lasten verträgt. Darauf haben sich die Ortschaftsräte in einer Sitzung in dieser Woche verständigt. Bis es soweit ist, müssen aber noch einige Dinge erledigt und geklärt werden. Das eine ist der Grund und Boden, und zwar im doppelten Sinne.

"Die Weitsprunganlage gehört zum Pachtgelände des 1. FC Ranch", berichtete Ortsvorsteher Uwe Trillitzsch. Der 1. FC Ranch betreibt die Sportanlage neben dem Spielplatz Querstraße, auf dem die Seilbahn geplant ist. Weil die Neundorfer die nicht mehr benötigte Weitsprunganlage beseitigen und an deren Stelle ihr neues Spielgerät errichten wollen, muss das Problem aus der Welt: "Bis zum Jahresende wird das aus dem Pachtvertrag mit der Stadt herausgelöst und dem Spielplatzgelände zugeschlagen", konnte der Ortschef bereits über eine Lösung informieren.

Um Grund und Boden geht es auch bei dem notwendigen Fallschutz unter der Seilbahn: "Es müsste eine Firma geschickt werden, die technisch einschätzt, was da gemacht werden muss", sagte Uwe Trillitzsch. Welche Bedingungen für die Sicherheit erfüllt werden müssen, dazu sei noch eine Aussage der Stadtverwaltung notwendig.

Die Kosten zur Aufstellung der Seilbahn seien in einer Zuarbeit für den städtischen Haushaltsplan 2021 mit eingereicht worden. Ein Beschluss dazu stehe noch aus. Sollte das schief gehen, überlegen die Ortschaftsräte, ihre Mittel für Investitionen im Ort anzutasten, um die Montage bezahlen zu können. Dafür wird nochmals mit mehreren tausend Euro gerechnet, weil die Seilbahn tiefgründig verankert werden muss. Aufstellung und Einweihung sollen im Frühjahr 2021 erfolgen.

2011 kauften die Ortschaftsräte für 2700 Euro neue Spielgeräte: damals eine Doppel-Schaukel, zwei Pony-Federwippen und eine Metallrutsche. Dazu kamen zirka 3000 Euro für deren Montage sowie die Gestaltung des Geländes. Ein Jahr später kam ein neues Kletterspiel für 2280 Euro hinzu. In den folgenden Jahren wurden immer wieder Verschönerungen und Ergänzungen vorgenommen, da der ruhig gelegene Platz sehr beliebt ist.

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