Zukunft des Häuser-Trios an der Bahnhofstraße noch unsicher

Dass die Gebäude an der Plauener Bahnhofstraße 35, 37 und 39 saniert werden sollen, steht fest. Offen ist dagegen noch, wie es dort für manche Mieter weitergeht - vor allem für die Milchbar.

Plauen.

Noch dieses Jahr soll es den Häusern an der Bahnhofstraße 35,37 und 39 an den sanierungsbedürftigen Kragen gehen. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft WBG will sich die teils leer stehenden Gebäude vornehmen und sie modernisieren. Doch nach der ersten Kostenberechnung musste Frank Thiele, WBG-Geschäftsführer, schlucken: "Die Kosten sind viel höher als erwartet", sagte er.

Jetzt soll das ganze Projekt noch mal gründlich durchdacht werden. "Es muss wirtschaftlich und bezahlbar bleiben", erklärte Thiele. Denn was nützten toll sanierte Häuser, wenn sie dann doch leer stehen? Die WBG wolle ein vernünftiges Konzept für das Trio an der Bahnhofstraße finden. "Wir werden versuchen, bis Jahresende mit der Sanierung der Häuser zu beginnen", sagte Thiele. Die marode Nummer 35 müsse weg, da helfe alles nichts.


Das Tabakwaren- und Lotto- Geschäft aus dem Erdgeschoss der Nummer 35 soll nach schräg gegenüber ziehen - wo sich die Räume des früheren Bistros "Kleine Finessen" und des Ladens "Handgemacht" befinden. Wahrscheinlich im Juli, so Thiele. Doch es wird wohl etwas später, wie Steffi Morgner aus dem Lotto-Laden sagt: "Ich will Ende August rüber."

Das Küchenstudio Küchen-Kunstwerk bleibt bis 30. September in der Nummer 37. Das erklärt Adalbert Sigg, Geschäftsführer von Ratiomat Einbauküchen aus Leubsdorf. "Dann gehen wir in andere Räume an der Windmühlenstraße 2", sagt er. Nach der Sanierung, die seinen Informationen nach zwölf Monate dauern soll, wolle man wahrscheinlich wieder an den vorherigen Standort. Doch so sicher scheint das nicht zu sein, wenn Thiele sagt, dass er darauf hofft, das Küchenstudio wieder in der 37 zu installieren.

Ein Haus weiter, in der Milchbar, brodelt nicht nur Kaffee, sondern auch die Luft. Wie Betreiberin Jana Fritsche sagt, könne sie bis zum 30.November in den Räumen bleiben. Ob die Milchbar allerdings wie der Lotto-Laden nach gegenüber zieht, ist offen. Frank Thiele: "Es gibt derzeit keine Verständigung mit der WBG, ob die Milchbar in andere Räume zieht. Wir haben noch keine Lösung." Wie Fritsche sagt, könne sie ein Jahr für die gleiche Miete wie jetzt einziehen. Danach werde es teurer. Außerdem solle sie 30.000 bis 50.000 Euro investieren und ein Konzept vorlegen. "Ohne Geld und Konzept bin ich raus", bringt es die Gastwirtin auf den Punkt. In eine andere Ecke Plauens will sie nicht ziehen. "Hier habe ich Stammkunden", sagt sie und überlegt, sich einen Investor zu suchen.

Auch die Zukunft der Galerie Forum K über der Milchbar ist noch unklar. Wie Markus Schneider vom Verein hinter der Galerie auf Anfrage erklärt, ist die vorerst letzte Ausstellung "Fusion K" im September geplant. "Danach ziehen wir aus", so Schneider. 2020/21 wollen sie Pop-up-Ausstellungen in leer stehenden Räumen machen sowie sich ein Büro und ein Lager suchen, von dem aus der Verein arbeiten kann. Die WBG habe ihnen signalisiert, dass die Galerie nach den Sanierungsarbeiten, vermutlich Mitte/Ende 2021, dorthin ziehen könnte, wo sich heute noch die Milchbar befindet, so Schneider weiter. Genaue Konditionen stünden aber noch nicht fest.

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