1,7 Millionen Euro für Sanierung nötig

Ob die Bauarbeiten auf zwei Straßen in Schönbrunn beginnen können, muss sich noch entscheiden. Die Planungsleistung haben die Stadträte aber bereits in Auftrag gegeben.

Schönbrunn.

Die Untere Dorfstraße und die Friedensstraße innerhalb der geschlossenen Ortschaft im Ortsteil Schönbrunn soll für etwa 1,7 Millionen Euro grundhaft ausgebaut werden. Das haben die Stadträte von Lengenfeld bereits voriges Jahr beschlossen. Noch ist aber fraglich, wann die Bauarbeiten beginnen können. Zurzeit erarbeitet die Verwaltung den Haushaltsplan für das laufende Jahr. Ursprünglich war von einem Baubeginn 2020 die Rede. Der städtische Bauamtsleiter Dirk Brandt gab dazu unlängst am Telefon Auskunft: "Wir wissen momentan noch nicht, ob wir die Baumaßnahme tatsächlich nächstes Jahr unterbringen."

Die Planungsleistung für das Straßenbauprojekt haben die Stadträte aber unterdessen vergeben. Das beauftragte Planungsbüro Projekta aus Auerbach übernimmt die anstehenden Arbeiten und erhält dafür rund 93.000 Euro.

Sascha Aurich

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Untersuchungen des Baugrunds und die Vermessungen des Bestands sind bereits erledigt, war dazu zu erfahren. Das geschah ebenfalls in Regie des Auerbacher Büros. Deshalb folgten die Räte der Empfehlung der städtischen Verwaltung und vergaben auch die Folgeaufträge an die Projekta-Planer.

Ursprünglich hatte man in Lengenfeld gehofft, über das Förderprogramm "Leader" einen Zuschuss zu den Kosten von 80 Prozent zu erhalten. Doch der Fördermittelgeber lehnte den Antrag ab. Die Stadtverwaltung nutzt nun ein Förderprogramm für den kommunalen Straßen- und Brückenbau. Dieses stellt Zuschüsse in Höhe von 70 Prozent zur Verfügung. Die Stadt muss nun noch einen Eigenanteil von einer reichlichen halben Million Euro aufbringen. Die Höhe der Fördergeldsumme beträgt etwa 1,2 Millionen Euro.

Stadtrat Thomas Modes (BIL) erkundigte sich, ob angesichts des fehlenden Stadthaushalts ein Finanzierungsrisiko bestehe. "Das, was wir hier beschließen, hat Priorität und wird auch in den Haushalt eingesetzt", erklärte der Bauamtsleiter und fügte an: "Alles andere muss weichen." Von der städtischen Kämmerin Alida Göpfert war noch zu erfahren, dass die Planung des Haushaltes bereits die dritte Konsolidierungsrunde durchlaufe. Das sei im Prinzip eine Streichungsrunde, alles was den Rahmen des Haushaltes sprenge, könne nicht berücksichtigt werden. Der Bauamtsleiter fügte an, dass es wahrscheinlich nötig sei, einen Kredit aufzunehmen. Zahlen nannte er keine. Die Kämmerin geht davon aus, dass der Haushalt bis zum Sommer fertig ist.

Während der aktuell zu erstellende Haushalt nur für 2019 gelten solle, sei für die Folgejahre 2020/2021 ein Doppelhaushalt geplant, so Göpfert noch.

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