Altersgerechtes Bauen geht in die dritte Runde

Neun weitere Wohnungen sollen bis Ende nächsten Jahres in Lengenfeld entstehen. Die Zielrichtung ist anders als bei den Vorgängerbauten.

Lengenfeld.

Noch in diesem Jahr will die Malz-Unternehmensgruppe aus Reichenbach an der Weststraße in Lengenfeld mit dem Bau eines Gebäudes mit Wohnungen für Senioren und Menschen mit Behinderung beginnen. Nach Fertigstellung im nächsten Jahr übernimmt die Volkssolidarität Reichenbach das

Gebäude mit einem Generalmietvertrag.

Zu dem symbolischen ersten Spatenstich trafen sich am Dienstag in kleiner Runde der Geschäftsführer des Baubetriebes, Michael Malz, Polier Steffen Ehrler und Olaf Schwarzenberger, der Geschäftsführer der Volkssolidarität. Mit den nagelneuen Spaten hatten sie allerdings Mühe, zumindest die symbolisch Erdbewegung zu vollziehen. Das deutete auf einen festen Baugrund hin, über den Malz daraufhin sagt: "Das ist besser als Schlamm, da lässt es sich gut bauen."

Die Volkssolidarität setzt mit der Übernahme in voraussichtlich einem Jahr ihr in Lengenfeld begonnenes Konzept für das altersgerechte Wohnen fort. Den zwei Gebäuden an der Hauptstraße mit 24 Wohnungen folgt ein voll unterkellerter, zweigeschossiger Neubau, ausgestattet mit einem Aufzug, mit insgesamt neun Wohnungen zwischen 50 und 70 Quadratmetern.

Die barrierefreien Wohnungen, alle mit Balkon in Süd-West-Richtung und Schallschutzfenstern, sind auch für Familien geeignet mit einem Rollstuhlfahrer, also nicht ausschließlich für die ältere Generation. Das betreute Wohnen müssen die Mieter in diesem Gebäude auch zusätzlich buchen, während es in den beiden anderen Häusern zum Standard gehört. Schwarzenberger beschreibt die Vorgehensweise bei der Vermietung: "Es gibt schon einige Anfragen. Wir wollen aber zuerst den Bewerbern eine Chance geben, die beim betreuten Wohnen auf der Warteliste stehen."

Michael Malz will in diesem Jahr zumindest die Bodenplatte und das Kellergeschoss fertig bekommen. Das weitere Vorgehen entscheide die Witterung. Ziel für die Fertigstellung ist der November im nächsten Jahr. Am Plan musste Malz nachbessern, nachdem die Stadträte bei der Begutachtung der Bauzeichnungen die Ansicht der Straßenseite monierten. Das Flachdach passe nicht zum Gebäudeensemble in diesem Bereich, hieß es. Ein Sattel- oder Walmdach bekommt das Gebäude aus Kostengründen deswegen nicht, so Malz, aber eine so genannte Attika. Das soll eine mit Schiefer verkleidete, schräge, etwa 80 Zentimeter hohe Holzkonstruktion sein, die über die Außenwand hinausreicht und den Eindruck eines Daches vermittelt.

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