Amtsblatt vor 30 Jahren erstmals erschienen

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Neuer Reichenbacher Anzeiger soll vermitteln, "was den Bürger interessiert". Die Geschichte einer solchen Publikation reicht noch weiter zurück.

Reichenbach.

Vor 30 Jahren, am 31. Januar 1991, erschien die erste Ausgabe des Reichenbacher Anzeigers als Amts- und Informationsblatt der Stadt Reichenbach im Vogtland. Diese amtliche Verlautbarung aus dem Rathaus war ein Novum. Seit Jahrzehnten hatte es eine solche Informationsquelle für die Bürger nicht mehr gegeben.

Bereits 1833 erschien das von Franz Xaver Flinzer, dem Vater des bekannten Illustrators von Tieren Fedor Flinzer, herausgegebene "Adress- und Anzeigeblatt für Reichenbach, Lengenfeld, Mylau und Umgebung". Zunächst war die Zeitung ein Wochenblatt und wurde dann in den 1870er-Jahren als Tageszeitung zum offiziellen Amtsblatt. Redaktion, Verlag und Druckerei befanden sich in den Händen der Reichenbacher Firma Haun & Sohn, die bereits 1844 die Zeitungsrechte von Flinzer gekauft hatte. 1991 besann man sich auf diese Tradition und gab ein Amtsblatt seitens der Stadtverwaltung heraus. Anknüpfend an das Erscheinungsbild des "Reichenbacher Tageblatts und Anzeigers" schlug Wolfgang Richter vom Neuberinhaus vor, die Titelseite des Amtsblattes mit dem Erscheinungsbild des ehemaligen "Anzeigers" zu gestalten.

In der Nummer eins des Jahrgangs 1991 wandte sich der Bürgermeister Johannes Bögl in einem Geleitwort an die Einwohner mit dem Wunsch, dass Reichenbach "wieder eine schöne und reiche Stadt werden möge". Anknüpfend an die Traditionen soll der Anzeiger als monatliches Informationsblatt, "welches kostenlos allen Haushalten zugestellt wird, vermitteln, was den Bürger interessiert". Das sind Berichte aus dem Stadtrat und der Verwaltung, Beiträge zur Geschichte der Stadt Reichenbach und Informationen zu Veranstaltungen unterschiedlichster Art. Berichte über Betriebe, ihre Erfolge und Probleme, zum Handwerk und zu Dienstleistungen gehören ebenfalls dazu.

Keinesfalls sollte das Amtsblatt eine Konkurrenz zur Tageszeitung werden. Ist der Anzeiger in den bisherigen 30 Jahren diesem Anspruch gerecht geworden? Kurz nach der ersten Ausgabe ist Heike Keßler als Pressesprecherin der Stadtverwaltung Reichenbach für die inhaltliche Gestaltung des Anzeigers zuständig. Dass das Ganze immer sachbezogen zusammengestellt wird, ergibt sich aus dem Redaktionsgespräch mit dem Oberbürgermeister. Zuarbeiten aus den Fachbereichen der Stadtverwaltung sowie öffentliche Veranstaltungen, Beiträge aus Unternehmen, Schulen und von Vereinen fließen ebenfalls in das Amtsblatt ein.

Im Laufe der Jahre erschienen 485 Amtsblätter. Aktuell beträgt die Auflage 14.000 Exemplare. (wori)

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