Ein Leben für die Feuerwehr

Wenn es um die Feuerwehr geht, duldet Christian Kirsch keine faulen Kompromisse. Er gilt als Mann klarer Worte und ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Jetzt blickt er auf 30 Jahre als Stadtwehrleiter zurück.

Lengenfeld.

Seit 30 Jahren steht Christian Kirsch der Freiwilligen Feuerwehr von Lengenfeld als Wehrleiter vor. Dafür bekam er während der jüngsten Stadtratssitzung Blumen, eine Auszeichnung und würdigende Worte. Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) übernahm diese Aufgabe. Auch die vorige Ehrung, als Kirsch auf 20 Jahre Wehrleiter-Tätigkeit zurückblicken konnte, lag schon in den Händen Bachmanns, der zu diesem Zeitpunkt vier Jahre Bürgermeister war.

Viele gemeinsam zurückgelegte Jahre mit guten und schlechten Tagen sind immer auch ein Anlass für einen Rückblick: Es herrschte nicht immer eitel Sonnenschein zwischen den Vertretern der Wehr und dem Rathaus, aber der große Rückblick fiel insgesamt positiv aus, denn alle Beteiligten fanden zusammen und brachten die Wehr auf einen guten Weg, so Bachmann. Meilensteine in den vergangenen Jahrzehnten waren unter anderem der Kauf zweier Drehleitern, die erste 1996, die zweite 2017. Auch der Bau des neuen Feuerwehrdepots an der Reichenbacher Straße im Jahr 2007 zählt dazu. Kirsch war der erste Mann an der Spitze der Wehr, als die Ortsteile eingegliedert wurden. Zu seinen Aufgaben gehörte unter anderem der Aufbau von Kinder- und Jugendfeuerwehren, die Erstellung von Brandschutzbedarfsplänen und die Beschaffung von Ausrüstung für die Lengenfelder Wehr und die Ortsfeuerwehren.

Der Name Christian Kirsch ist weit über die Stadtgrenzen hinaus untrennbar mit der Feuerwehr verbunden. Seit 1998 hat der Lengenfelder die Technische Einsatzleitung im Vogtlandkreis inne. Er ist Ehrenvorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, Mitglied im Präsidium des Kuratoriums Tag der Sachsen, seit 2002 stellvertretender Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes, außerdem ständiger Vertreter des Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes und Ehrenmitglied im Landesfeuerwehrverband.

Zahlreiche Lehrgänge und Weiterbildungen absolvierte der Stadtwehrleiter. Er fährt regelmäßig zu Fachkongressen. Zudem hat er in Lengenfeld mehrere Großbrände, unzählige kleinere Brände, große Einsätze und Hilfeleistungen miterlebt und als Einsatzleiter die Verantwortung getragen. Allen im Gedächtnis ist noch der Brand einer landwirtschaftlichen Lagerhalle in Waldkirchen, das Feuer in der alten Dörfelts Fabrik und das Großfeuer im Reitstall Heckel.

Egal ob es um den Bau des neuen Depots ging oder um die Anschaffung neuer Technik: Kirsch gilt als versierter Fachmann in allen, die Feuerwehr betreffenden Angelegenheiten. Auch in den Ortswehren hört man nur Gutes über ihn. Die Kameraden in den Dörfern schätzen ihn für seinen Einsatz, wissen, dass er die kleinen Wehren genauso im Blick hat wie die große Stadtfeuerwehr in Lengenfeld. Ihm sei es zu verdanken, so Bachmann, dass die Ortsfeuerwehren vergleichbar gut ausgerüstet sind.

Christian Kirsch blieb währenddessen im Ratssaal eher im Hintergrund. Er überließ das Reden dem Stadtchef und bedankte sich für die Würdigung seiner Arbeit. Die großen Reden sparte er sich wohl für das nächste Plädoyer für die Feuerwehr auf.

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