Erstochener Busfahrer in Hof: Die Mutter des Täters und ihre verzweifelten Warnungen

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Wieder hat ein psychisch kranker Mann einen Menschen erstochen, der zur falschen Zeit am falschen Ort war. Sein Opfer war ein Reisebusfahrer. Die Mutter des Täters erzählt, wie sie alle vor ihrem Sohn gewarnt hat.

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55 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 19
    0
    mesiodens
    15.07.2021

    Es ist blanker Zynismus und Hohn:
    "Wir müssen warten, bis ein nächstes Ereignis passiert."
    Meine Frage: Muss dieses Ereignis, der Tod eines Menschen, erst Wirklichkeit werden?
    Ich finde dafür keine Worte. Es macht mich wütend, von soviel Unwissenheit und Nichtstun auf behördlicher Seite zu lesen. Es gibt IMMER einen Weg, Und Warnungen naher Angehöriger müssen ernst genommen werden. Unfassbares Behördenversagen auf der ganzen Linie.
    Mein Mitgefühl gilt den Betroffenen auf Opfer- und Täterseite, die durch bürokratischen Irrsinn, unermessliches Leid erfahren haben.
    Warum muss immer erst etwas Schlimmes passieren, bevor gehandelt wird?

  • 26
    7
    Zaungast
    15.07.2021

    Hätten die zuständigen Behördenmitarbeiter ihre Sorgfaltspflicht in der beschriebenen Form als natürliche juristische Personen verletzt, würden sie vermutlich dem Tatbestand der fahrlässigen Tötung unterfallen:

    "Am 10.2.2011 verurteilte das LG Stuttgart den 52-jährigen Kaufmann Jörg K. wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie fahrlässiger Tötung in 15 Fällen und fahrlässiger Körperverletzung in 14 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und 9 Monaten, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Jörg K. war der Vater von Tim K., der am 11.3.2009 als 17-jähriger an einer Schule in der badenwürttembergischen Stadt Winnenden Amok gelaufen war und 15 Menschen erschossen sowie 14 Menschen durch Schüsse verletzt hatte."
    (http://www.zjs-online.com/dat/artikel/2011_2_433.pdf)

    Da sie aber im Amt gehandelt haben, müssen sie das nicht befürchten. Die moralische Verantwortung für einen derartigen Tatbestand haben Politik und Behörden in diesem Fall dennoch.

  • 23
    7
    KTreppil
    15.07.2021

    Unglaublich... Aber ich glaube nicht, dass das ein typisch ostdeutsches Problem ist. Es liegt eher in unserem Rechtssystem, der Rechtsstaatlichkeit. Niemand soll einfach so "verknackt" werden können, niemand vorschnell verdächtigt werden, keine Mutmaßungen auch wenn es noch so offensichtlich ist, bevor sich ein Gericht damit befasst. Täter werden mit Samthandschuhen angefasst, gefühlt besser behandelt als Opfer. Es muss immer erst was passieren. Auch in der heutigen online Ausgabe ein interessanter Bericht zu ähnlich gelagerten Fall in Hohenstein-Ernsth., auch hier kann es vielleicht mal ein 'böses Ende ' nehmen...

  • 29
    6
    Malleo
    15.07.2021

    Dieser tragische Fall wirft ein Schlaglicht auf all den bürokratischen Filz, der verhindert, dass bei "Gefahr in Verzug" jene von Amt befugten Personen sofort handeln, um solche tickenden Zeitbomben aus dem öffentlichen Leben zu entfernen.Nach dem 1.Messerangriff lägen "keine ausreichenden Haftgründe vor, weil keine Flucht- und Wiederholungsgefahr(!) bestünde", so ein Oberstaatsanwalt!
    Geht es noch?

  • 48
    21
    Eichelhäher65
    15.07.2021

    Ein größeres Behördenversagen kann es nicht geben ! Ein Mensch muss sterben, weil Stellen unbesetzt sind und weil jeder, der damit zu tun hat, nicht den Mumm hat, etwas zu tun ! Unfassbar ! Aber es typisch für viele Behörden in Ostdeutschland. Aus Angst, das Falsche zu tun und womöglich in der Kritik zu stehen und seine gut bezahlte Stelle zu riskieren, macht man lieber gar nichts.
    Ja, langsam kommt mir auch die Erkenntnis, dass die Leute dadurch das Vertrauen in den Staat verlieren und Extreme wählen. Wir werden es im September sehen.