Feuerwehr muss häufiger ausrücken

268 Einsätze leisteten die Kameraden der FFw Reichenbach bis Dienstag. 2021 rollt neue Technik mit einem 9000-Liter-Tank an.

Reichenbach.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach blicken auf ein einsatzreiches Jahr zurück. Bis Dienstag rückten sie zu 268 Einsätzen aus, das sind 31 mehr als 2019, was einen Plus von 13 Prozent entspricht. Sie löschten Mittelbrände, Kleinbrände, wurden für kleine und große Hilfeleistungen gerufen und waren bei Verkehrsunfällen vor Ort. Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage informiert, war auch eine Vielzahl von Fehlalarmen, zum Beispiel durch das Auslösen von Brandmeldeanlagen und Rauchwarnmeldern, zu verzeichnen. Die Kameraden, deren Altersdurchschnitt bei 44 Jahren liegt, erledigten zahlreiche Türnotöffnungen und leisteten Tragehilfe für den Rettungsdienst.

Die Coronapandemie stellte für die Feuerwehrleute eine völlig neue Herausforderung dar. Eine Vielzahl neuer Handlungsweisen, insbesondere beim Infektionsschutz, war zu berücksichtigen. Tage der offenen Tür entfielen. Auch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen fielen wegen Corona weg. Betroffen war, wie die Stadtverwaltung auflistet, neben der Ausbildung am Standort auch die Ausbildung auf Kreisebene sowie an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule. Nur eingeschränkt nutzbar gewesen sei auch die Atemschutzübungsanlage in Plauen.

Die neue Gelenkdrehleiter der Firma Magirius vom Typ M 32 L-AT wurde am 17. Januar mit der Übergabe durch den Oberbürgermeister abgeschlossen. Sie ersetzt die alte Leiter von 1998 und hat 676.700 Euro gekostet. 75 Prozent davon kamen aus dem Fachförderprogramm Feuerwehren, 25 Prozent sind der Eigenanteil der Stadt. Für die Ortsfeuerwehren Rotschau und Obermylau konnten je ein Mannschaftstransportfahrzeug als Ersatzbeschaffung besorgt werden. Dazu wurden zwei gebrauchte VW T6 zu Feuerwehrfahrzeugen umgerüstet. Um die Einsatzbereitschaft zu sichern, wurden 2020 die Atemschutzausstattung vervollständigt und Schutzkleidung ersetzt, darunter 50 Feuerwehrüberjacken und Hosen für Atemschutzgeräteträger.

Im überörtlichen Einsatz sowie im Katastrophenschutz lag der Schwerpunkt 2020 in der Ausbildung mit Komponenten des Gefahrgutzuges des Landes Sachsen hier am Standort sowie im Vogtlandkreis. Es waren mehrere Gefahrguteinsätze sicherzustellen.

2021 steht die nächste Technikerneuerung ins Haus. Geplant ist, wie die Stadtverwaltung informiert, die Ersatzbeschaffung eines Großtanklöschfahrzeuges zusammen mit zwei weiteren Vogtland-Kommunen. Dabei soll ein Fahrzeug mit einem Tank, der 9000 Liter Löschwasser fasst, beschafft werden. Die große Wassermenge sei notwendig, um eine optimale Löschwasserversorgung bei Einsätzen in entlegenen Ortsteilen auch bei trockener Witterung zu gewährleisten. Einsatzbekleidung und technische Ausstattung werden sukzessive ersetzt. Zudem will man ein bis zwei Sirenenanlagen in den Ortsteilen auf elektronische Signale umrüsten.

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